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11.11.2014

Schienennetz: Bund und Bahn schnüren Investitionspaket mit Inhouse-Hilfe

Der Bund und die Deutsche Bahn starten ein Milliardenprogramm zur Modernisierung des Schienennetzes. In den nächsten fünf Jahren fließt die Rekordsumme von rund 28 Milliarden Euro in die bestehende Schieneninfrastruktur. 

Alen Folnovic

Alen Folnovic

Die Kosten trägt vor allem der Bund, der ab kommendem Jahr durchschnittlich vier Milliarden Euro bereitstellt. Darüber hinaus leistet die Deutsche Bahn mit durchschnittlich jährlich 1,6 Milliarden Euro aus Eigenmitteln einen weiteren Beitrag zur Instandhaltung des 33.000 Kilometer langen Netzes. Bund und Bahn haben sich damit auf eine neue Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV II) geeinigt. Die Vorgängervereinbarung LuFV I war 2009 geschlossen worden und sah jährlich Bundesmittel in Höhe von 2,5 Milliarden Euro vor.

Berater Deutsche Bahn
Inhouse Recht (Berlin): Dr. Alen Folnovic, Dr. Nicolai Schroeter (beide Team Infrastrukturfinanzierung)

Berater Bund
Inhouse Recht (Bundesverkehrsministerium; Bonn): Dr. Mirjam Heider
Inhouse Recht (Eisenbahn-Bundesamt; Bonn): Josef Schüßlburner

Hintergrund: Bei der Vorgängervereinbarung LuFV I hatte die Deutsche Bahn noch Freshfields Bruckhaus Deringer mandatiert, der Bund vertraute auf Hölters & Elsing (heute Orrick Herrington & Sutcliffe). Für die Folgevereinbarung hatten sie sich darauf verständigt, bei den Verhandlungen keine externen Berater hinzuzuziehen. Stattdessen setzten sie auf ihre Inhouse-Kompetenz. Folnovic von der Deutschen Bahn ist Leiter des Fachteams Finanzierung. Er kam 2011 zu dem Konzern, zuvor war er bei KPMG Law in Berlin tätig.

Freshfields pflegt eine enge Verbindung zur Deutschen Bahn. So stand ein Team um den Berliner Partner Dr. Marcel Kaufmann der Bahn in Verfahren zur Seite, in denen es um die Unabhängigkeit der AG-Rechtsabteilung ging oder die EU-Kommission ihre Holdingstruktur angriff. Zudem prüften renommierte Partner aus dem Berliner Büro für den Konzern, wie man die Kosten beim Krisenprojekt Stuttgart 21 in den Griff bekommen kann. (Parissa Kerkhoff)

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