Artikel drucken
22.01.2015

Frischer Wind: Centerbridge übernimmt mit Weil Gotshal DLA-Mandantin Senvion

Centerbridge hat Senvion, die deutsche Tochter des indischen Windturbinenherstellers Suzlon, übernommen. Der US-Investmentfonds zahlte für die ehemalige Repower Systems einen Preis von einer Milliarde Euro.

Gerhard Schmidt

Gerhard Schmidt

JUVE-Informationen zufolge war der Verkauf als Dual-Track-Verfahren angelegt, in dessen Rahmen auch ein sogenannter Cross-Border-IPO mit einer Börsennotierung in London vorbereitet wurde. Soweit bekannt, begleiteten Deutsche Bank und Morgan Stanley als Emissionsbanken den geplanten IPO. Das Hamburger Unternehmen soll nun noch vor Ende März an den Hedgefonds gehen, der bei einer positiven Entwicklung später weitere 50 Millionen Euro an Suzlon zahlen würde.

Im Rahmen der Transaktion, die noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden muss, erteilt Senvion seiner bisherigen Muttergesellschaft Lizenzen für Offshorewindenergie-Technologie für den indischen Markt. Umgekehrt erhält Senvion von Suzlon Lizenzen für bestimmte Windenergieanlagen für den US-Markt. Suzlon will mit dem Verkauf seine Schulden reduzieren und sich stärker auf seinen Heimatmarkt sowie schnell wachsende Schwellenmärkte konzentrieren.

Klaus Hoenig

Klaus Hoenig

Berater Centerbridge
Weil Gotshal & Manges (Frankfurt): Prof. Dr. Gerhard Schmidt (Federführung), Stephan Grauke, Dr. Heiner Drüke, Dr. Barbara Jagersberger (München; alle Corporate), Tobias Geerling (Steuern; München), Doug Warner (Corporate; New York), James Hogben, Patrick Bright (beide Finanzierung; beide London); Associates: Oliver Olah, Dr. Kamyar Abrar, Dr. Annabell Grupp, Verena Schwarz (beide München; alle Corporate), Dr. Jasmin Dettmar, Thomas Zimmermann (München; beide Finanzierung), Ludger Kempf, Julia Hübner, Dr. Annette Rickert (alle Steuern), Mareike Pfeiffer, Dr. Johannes Allmendinger (beide Arbeitsrecht)

Berater Suzlon
Linklaters (Düsseldorf): Dr. Klaus Hoenig (Federführung; M&A), Oliver Rosenberg (Steuern), Dr. Carsten Grave (Kartellrecht); Associate: Sebastian Klingen (Corporate)

Benjamin Parameswaran

Benjamin Parameswaran

Berater Senvion
DLA Piper (Hamburg): Dr. Benjamin Parameswaran (Federführung; M&A), Dr. Andreas Meyer-Landrut (Aktienrecht), Cristina Villafrade (M&A); Associates: Sebastian Decker, Christopher Albien, Dr. Anja Köritz (Köln; alle Corporate), Dr. Henriette Norda, Dr. Isabel Haug (beide Arbeitsrecht)
Inhouse Recht (Hamburg): Dr. Livia Musso (Vice President, Compliance & Legal) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Weil Gotshal hat Centerbridge erst Ende 2014 unter der Federführung des nun ebenfalls involvierten New Yorker Private-Equity-Partners Doug Warner bei einem milliardenschweren Zukauf begleitet, als der US-Fonds IPC Systems von Silver Lake Partner übernahm.

Hierzulande vertraute Centerbridge hinsichtlich der komplexen ATU-Sanierung auf andere Kanzleien, darunter Görg. Bei seinem Apcoa-Engagement stand Kirkland & Ellis an der Seite des US-Fonds. Im Zuge der Restrukturierung von Pfleiderer 2011 vertraute Centerbridge auf ein Linklaters-Team um den Frankfurter Partner Kolja von Bismarck.

Linklaters hatte Suzlon bereits 2007 bei der Übernahme der ehemaligen Hamburger Repower Systems beraten. Der federführende Partner Hoenig leitet den India Desk der Kanzlei. Der Hamburger DLA-Partner Parameswaran berät Senvion bereits seit vielen Jahren bei diversen globalen M&A-Angelegenheiten.

Aus dem Markt bekannt ist, dass die Emissionsbanken Deutsche Bank und Morgan Stanley hinsichtlich des geplanten IPOs von Herbert Smith Freehills beraten wurden. Die Federführung lag bei den Londoner Partnern Steve Thierbach und Clive Barnard, daneben waren auch die beiden deutschen Partner Dr. Dirk Hamann sowie Dr. Ralf Thaeter involviert. (Christine Albert)

  • Teilen