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25.06.2015

Yankee-Bonds: Siemens sammelt mit Clifford und Allen & Overy 7,5 Milliarden Dollar ein

Siemens hat nach rund neun Jahren erstmals wieder eine Anleihe primär bei US-Investoren platziert. Die 7,5 Milliarden US-Dollar schwere Emission erfolgte über die Finanzierungstochter Siemens Financieringsmaatschappij N.V. und wird von der Siemens AG garantiert. Das Bankenkonsortium stand unter der Führung von Deutsche Bank, Barclays Capital, Citigroup , Goldman Sachs und J.P. Morgan.

Sebastian Maerker

Sebastian Maerker

Die Wertpapiere wurden am amerikanischen Kapitalmarkt überwiegend bei institutionelle Investoren lanciert. Die Ausgabe in sechs Tranchen umfasst neben einer variabel verzinslichen, die mit einer Laufzeit von 18 Monaten ein Volumen von einer halben Milliarde abdeckt, noch fünf weitere Tranchen, die fest verzinslich sind. Ihr Volumen liegt zwischen 1 Milliarde und 1,75 Milliarde US-Dollar, die Laufzeiten zwischen 3 und 30 Jahren , ihre Zinssätze wiederum zwischen 1,45 und 4,4 Prozent.

Mit den Erlösen will Siemens unter anderem bereits bekannt gegebene Akquisitionen refinanzieren. Dazu dürfte auch die milliardenschwere Übernahme des Öl- und Gastechnikspezialisten Dresser Rand gehören.

Berater Siemens
Clifford Chance (Frankfurt): Sebastian Maerker (deutsches Recht), Dr. George Hacket (US-Recht; beide Federführung), Jurgen van der Meer (niederländisches Recht; Amsterdam), David Detweiler, Barbora Moring; Associates: Ryan Dunmire, Sarah Steece (alle US-Recht), Katja Busuladž (niederländisches Recht; Amsterdam), Said Wais Ashrafnia, Dr. Christian Köhler (beide deutsches Recht; alle Banking & Capital Markets)

Berater Bankenkonsortium
Allen & Overy (Frankfurt): Marc Plepelits (US-Corporate Finance), Dr. Hans Diekmann (Corporate; Düsseldorf), Dr. Heike Weber, Klaus Hahne (beide Steuerrecht) ; Associates: Martin Schmidt (US-Corporate Finance), David Rath (International Capital Markets), Rita Nicole Thomas (US-Corporate Finance), Caroline Lapidus (Steuerrecht; New York).

Hintergrund: Allen & Overy begleitete in den letzten Jahren diverse Banken bei der Begebung von Yankee Bonds, zum Beispiel bei der Refinanzierung der Deutschen Annington. Der hier involvierte Düsseldorfer Partner Diekmann hatte auch das Bankenkonsortium begleitet, das 2006 die Dollar-Schuldverschreibungen für Siemens abdeckte, allerdings damals noch bei Shearman & Sterling. Sein Kollege Plepelits, der ihm erst Anfang des Jahres zu Allen & Overy folgte und dort nun die High-Yield-Praxis leitet, kümmerte sich um die US-Aspekte der Emissionen.

Siemens setzte hier wie schon wiederholt auf Clifford-Kapitalmarkt-Partner Maerker, der vor neun Jahren schon die erste Ausgabe von US-Anleihen begleitete. Ebenfalls federführend war George Hacket, der 2010 von der US-Kanzlei Davis Polk gekommen war.

Bei Transaktionen vertraut die versierte Rechtsabteilung des Konzerns auch gern auf Latham und Hengeler, wie zuletzt bei der fast zeitgleichen Übernahmeankündigung zu Dresser Rand und der Auflösung des Hausgeräte-Joint-Ventures BSH mit Bosch. (Sonja Behrens)

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