Artikel drucken
14.07.2015

Gießereien: DBAG investiert mit Allen & Overy und Linklaters in die Silbitz-Gruppe

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) erwirbt von der Münchner VTC die Silbitz-Gruppe, einen Verbund aus drei Gießereien. Die Übernahmetransaktion wird nachgelagert verknüpft mit einer Management-Beteiligung. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus.

Michael Bernhardt

Michael Bernhardt

Silbitz betreibt mit rund 860 Mitarbeitern jeweils eine Gießerei in Thüringen, in Sachsen-Anhalt und in der Slowakei. Ihre Produkte kommen etwa bei Windkraftanlagen oder Schiffs- und Lokomotivmotoren zum Einsatz.

VTC hatte Silbitz 2011 erworben und zwei Jahre später auch sechs Gießerei- und Bearbeitungsstandorte von Vestas mit insgesamt rund 1.000 Mitarbeitern. Die 1992 gegründete Beteiligungsgesellschaft, die sich auf mittelständische Betriebe fokussiert, erzielte mit ihren Gruppenunternehmen zuletzt einen Umsatz von rund 750 Millionen Euro. Davon erwirtschaftete die Silbitz-Gruppe rund 130 Millionen.

Für die DBAG ist die aktuelle Transaktion bereits die fünfte binnen der letzten Monate, bei denen sie Unternehmen über Beteiligungsvehikel übernimmt und sie dann mit einer MBO-Dealstruktur verbindet. Auf diese Weise investierte sie beispielsweise auch in die Eisengießerei Gienanth, den Maschinenbauer Pfaudler Process und den Industriedienstleister Cleanpart.

Berater DBAG
Inhouse Recht (Frankfurt): Florian Döring
Allen & Overy (Frankfurt): Dr. Michael Bernhardt, Dr. Matthias Horn (beide Private Equity/M&A), Thomas Neubaum (Bank- und Finanzrecht), Dr. Christian Hilmes (Immobilienrecht), Dr. Olaf Otting (Öffentliches Recht), Dr. Hans-Peter Löw (Arbeitsrecht), Dr. Asmus Mihm (Steuerrecht), Martin Magal (Corporate; Bratislava); Associates: Nikolai Sokolov, Dr. Fabio Borggreve, Sebastian Dexheimer (alle Private Equity/M&A), Patrick Reuter, Rebecca Rolf (München; beide Bank- und Finanzrecht), Dr. Daniel Bolm (Immobilienrecht; Hamburg), Dr. Udo Olgemöller, Stefanie Günther (beide Öffentliches Recht), Boris Blunck, Dr. Sebastian Schulz (beide Arbeitsrecht), Peter Seidel, Gunnar Harlacher (beide Steuerrecht), Ivan Kisley (Corporate; Bratislava)
Linklaters (München): Dr. Jann Jetter; Associates: Dr. Matthias Korff (beide Steuerrecht), Holger Ebersberger, Stephan Hufnagel (beide Corporate) – aus dem Markt bekannt
King & Wood Mallesons (München): Tilman Siebert; Dr. Michaela Westrup (beide Kartellrecht)

Alexander von Bergwelt

Alexander von Bergwelt

Berater VTC
Norton Rose Fulbright (München): Dr. Alexander von Bergwelt (Federführung; M&A), Katrin Scheicht (Arbeitsrecht), Dr. Katrin Stieß (Corporate/M&A), Dr. Frank Bayer (Steuerrecht), Dr. Matthias Nordmann (Kartellrecht); Associates: Leonie Arendt, Sandra Weyrich, Stefanie Mösges (alle Corporate/M&A), Bettina Goletz (Arbeitsrecht)

Berater Management
RoosLegal (Frankfurt): Dr. Michael Roos

Hintergrund: Für Allen & Overy-Partner Bernhardt war es bereits die zweite Transaktion in diesem Jahr, die er für die DBAG erfolgreich zum Abschluss brachte. Auch den Erwerb von Cleanpart steuerte er.

DBAG-Rechtsabteilungsleiter Florian Döring, der auch die steuerlichen Aspekte mit seinem Inhouse-Team abdeckt, spielt bei der Koordination der Deals jeweils eine zentrale Rolle. Die einzelnen Abschnitte im Transaktionsprozess werden getrennt vergeben. So war auch Linklaters schon bei vorigen DBAG-Investments für die nachgelagerte Strukturierung der Managementbeteiligungen involviert . Und auch Kartellrechtspartner Siebert von King & Wood Mallesons wird regelmäßig für die fusionskontrollrechtlichen Fragen mandatiert. EY übernahm hier die steuerrechtliche Due Diligence.

Norton Rose-Partner von Bergwelt berät die VTC-Gruppe bereits seit vielen Jahren im Gesellschaftsrecht. Mit ihm erwarb die Investmentgesellschaft schon 2007 die Carl Zeiss-Tochter Prontor und verkaufte im gleichen Jahr die Leipziger Takraf an den den Mailänder Anlagenbauer Tenova. Von Bergwelt begleitete 2011 auch den Einstieg bei der Silbitz-Gruppe. (Sonja Behrens)

  • Teilen