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24.07.2015

Mobilfunk: Deutsche Telekom übernimmt mit Noerr Tausende Funkmasten von Telefónica

Nach dem Kauf der E-Plus-Gruppe reduziert Telefónica Deutschland ihre Mobilfunk-Standorte: Die Deutsche Telekom übernimmt 7.700 Standorte, hauptsächlich von Funkmasten auf Dächern, von dem spanischen börsennotierten Wettbewerber. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus.

Jens Liese

Jens Liese

Seit dem vergangenen Jahr ist E-Plus eine 100-prozentige Tochter von Telefónica Deutschland, die hierzulande schon zuvor mit der Marke O2 präsent war. Durch die Zusammenlegung der Netze von E-Plus und O2 sind einige Funkstationen überflüssig geworden. Telefónica hatte bereits angekündigt, ihre Mobilfunk-Stationen von 40.000 auf etwa 25.000 zu reduzieren. Knapp ein Drittel dieses geplanten Abbaus wäre mit dem Verkauf geschafft.

Die Telekom will mit der Übernahme der Masten ihren geplanten Netzausbau umsetzen. Das Management der Mobilfunk-Standorte wird die Deutsche Funkturm GmbH übernehmen. In dem Unternehmen sind die Funkstandorte der Telekom gebündelt.

Berater Deutsche Telekom
Noerr: Dr. Jens Liese, Dr. Maurice Séché (beide Corporate/M&A; Düsseldorf), Dr. Tobias Frevert (alle Federführung; Telekommunikationsrecht; Berlin), Marco Winterer (Real Estate; München); Associates: Dr. Sebastian Schürer, Bodo Dehne, Dr. Jennifer Konrad, Anna Coenen (alle Corporate/M&A; alle Düsseldorf), Pascal Schumacher (Telekommunikationsrecht; Berlin), Dr. Maximilian Schulte, Janina Diesem, Sonja Beier (alle Real Estate; alle Düsseldorf)
Inhouse (Bonn): Holger Dallmer (Senior Legal Counsel), Robert Saß

Berater Telefónica Deutschland
Kümmerlein (Essen): Dr. Joachim Gores, Sebastian Heidtkamp, Dr. Martin Gisewski, Dr. Stefan Heutz, Alexander O’Connolly (alle M&A)
Inhouse (Düsseldorf): Peter Kettenring (Senior Legal Counsel), Dr. Markus Emmerich, Rainer Schrade

Hintergrund: Die Deutsche Telekom mandatierte Noerr nicht zum ersten Mal: Ein Team um Gesellschaftsrechtler Liese hatte den Konzern unter anderem bei der Übernahme des osteuropäischen Breitbandanbieters GTS Central Europe beraten.

Kümmerlein kam über ihre langjährige Mandatsbeziehung zu dem inzwischen mit Telefónica fusionierten Mobilfunkanbieter E-Plus ins Mandat. Die Kanzlei hatte E-Plus etwa bei dem Verkauf von Mobilfunkmasten an die American Tower Corporation für knapp 400 Millionen Euro und zur Auslagerung des Netzbetriebs sowie zur Übernahme von Inquam Broadband und Clearwire Germany beraten.

Den Zusammenschluss mit E-Plus hatte die Corporate-Praxis von CMS Hasche Sigle auf Seiten von Telefónica Deutschland begleitet. Im Herbst 2012 hatte die Kanzlei auch den Börsengang des Unternehmens begleitet. (Eva Lienemann)

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