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25.08.2015

Konsolidierung: VR-Bank Westmünsterland kauft mit GSK Münsterländische Bank

Die VR Bank Westmünsterland hat die Mehrheit an ihrem Wettbewerber Münsterländische Bank Thie & Co übernommen. Die Transaktion stand als eine der ersten in Deutschland unter dem neuen Bankenregulierungsregime der Europäischen Zentralbank (EZB). Verkäuferin der Anteile war die Oldenburgische Landesbank, die zum Allianz-Konzern gehört.

Markus Escher

Markus Escher

Um die Zuständigkeit der deutschen oder europäischen Aufsichtsbehörden hatte es zunächst Kontroversen gegeben, da die Transaktion bereits vor Inkrafttreten des neuen Kreditwesengesetzes (KWG) Ende 2014 begonnen worden war, in dem die EZB als maßgebliche Instanz festgehalten ist. Auf Grundlage einer vorhergehenden EU-Verordnung landete aber bereits dieser Deal bei der EZB, die erst im letzten November ihre Tätigkeit als europäische Bankenaufsicht übernommen hatte.

Die VR Bank Westmünsterland mit Sitz in Coesfeld verwaltet mit rund 470 Mitarbeitern Kundengelder in Höhe von rund 4,5 Milliarden Euro, die Münsteraner Bank Thie ist mit 33 Mitarbeitern und Kundengeldern in Höhe von rund 300 Millionen Euro deutlich kleiner.

Berater VR Bank Westmünsterland
GSK Stockmann + Kollegen (München): Dr. Markus Escher (Bankaufsichtsrecht), Dr. Andreas Bauer (Corporate; beide Federführung), Dr. Petra Eckl (Steuerrecht), Dr. Philipp Kuhn (Arbeitsrecht), Andreas Dimmling (Corporate), Dr. Daniela Eschenlohr (Bankaufsichtsrecht); Associates: Dr. Marcel Vietor (Corporate), Dr. Dominik Berka (Steuerrecht), Nicole Deparade (Arbeitsrecht)

Berater Oldenburgische Landesbank:
Inhouse Recht (Oldenburg): Dr. Wolf-Dieter Flöge (Leiter Recht)

Hintergrund: Die Bankrechtspraxis von GSK war schon häufiger an kleineren Transaktionen im Bankensektor beteiligt und kam hier über den Transaktionsberater ins Mandat. Auf Verkäuferseite wurde der Deal komplett inhouse abgewickelt. (Norbert Parzinger)

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