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25.08.2015

Möbelhersteller: Steinhoff greift mit Coreus und Eickstädt & Zühlke nach Impuls Küchen

Die an der Börse in Johannesburg notierte Steinhoff Möbel Holding hat Impuls Küchen, eine Tochter des Küchenherstellers Alno, übernommen. Das Bundeskartellamt hat dem Deal bereits zugestimmt.

Susanne Zühlke

Susanne Zühlke

Am Impuls-Produktionsstandort im nordrhein-westfälischen Brilon waren zuletzt 227 Mitarbeiter beschäftigt. Liefer- und Serviceverträge sichern nach Angaben von Alno bis Ende dieses Jahres den Betriebsübergang.

Alno stellt unter den Marken Wellmann, Pino, Piatti und Alnoinox auch weiterhin Küchen her. Im Januar 2014 übernahm Alno die Schweizer AFG Küchen. Mit 2.100 Mitarbeitern erlöste Alno 2014 einen Umsatz von 546 Millionen Euro, doch im ersten Quartal 2015 lag der Verlust vor Steuern und Zinsen Presseinformationen zufolge bei 10,2 Millionen Euro.

Zu Steinhoff gehört bereits der ebenfalls in Brilon ansässige Badmöbelhersteller Puris. Die Wurzeln der Steinhoff-Gruppe gehen zurück auf die deutsche Möbelhandlung von Bruno Steinhoff, der 1997 nach Kapstadt ging. Ein Jahr später wurde sein Unternehmen Steinhoff-Möbel an der Börse in Johannesburg notiert, 2000 ging Steinhoff auf Expansionskurs und erwarb unter anderem die französische Möbelgruppe Conforama. Mitte 2013 hatte Steinhoff für rund 500 Millionen Euro Österreichs zweitgrößten Möbelhersteller, die kika/Leiner-Gruppe erworben.

Berater Steinhoff
Coreus (Frankfurt): Dr. Christian Droop
E&Z Eickstädt & Zühlke (Brüssel): Susanne Zühlke (Kartellrecht)
Inhouse Recht (Westerstede): Hans-Ulrich Bussas (Justiziar) – aus dem Markt bekannt

Berater Alno
Ashurst (Frankfurt): Dr. Gerrit Clasen, Martina Rothe (beide Corporate), Dr. Anna-Katharina Lohbeck (Commercial); Associate: Dr. Philip Cavaillès (Corporate)
Inhouse Recht (Pfullendorf): Arnd Kumpmann (Leiter Recht, Revision, M&A- und Kapitalmarktprojekte Konzern) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Zwischen Coreus-Anwalt Droop und Steinhoff Möbel besteht seit 2001 eine laufende Mandatsbeziehung. Er berät zum internationalen Transaktionsgeschäft, insbesondere M&A und kapitalmarktrechtlichen Fragen.

Zühlke war bis Anfang des Jahres Partnerin bei Latham & Watkins, ehe sie mit einer ehemaligen Latham-Counsel eine auf deutsches und europäisches Kartellrecht spezialisierte Boutique gründete. Steinhoff folgte ihr als Mandantin in die neue Kanzlei. Zu Latham-Zeiten begleitete Zühlke Steinhoff etwa beim Erwerb von Pepkor. Auch beim Kauf von kika/Leiner beriet Zühlke zum Kartellrecht. In Corporate-Fragen mandatierte Steinhoff damals erstmalig die österreichische Corporate- und Schiedsrechtsboutique Torggler.

Ashurst begleitet Alno regelmäßig im Zusammenhang mit Transaktionen, Kapitalmaßnahmen, Hauptversammlungen sowie zu allgemeinen gesellschaftsrechtlichen Fragen. Im April dieses Jahres beriet die Kanzlei den Küchenhersteller beim Einstieg eines weiteren Ankeraktionärs, des chinesischen Unternehmens Nature Home. Gemeinsam mit der Schweizer Kanzlei Kellerhals unterstützte Ashurst 2014 Alno bei der Übernahme der Schweizer AFG Küchen. (Geertje de Sousa)

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