Artikel drucken
01.09.2015

Anteilserwerb: Chinesische Shang Gong setzt auf Schulz Noack Bärwinkel

Die Shang Gong Europe Holding hat eine Minderheitsbeteiligung von 26 Prozent an dem Reutlinger Flachstrickmaschinenhersteller Stoll erworben. Der Anteilserwerb erfolgte im Rahmen einer Kapitalerhöhung von 28,5 Millionen Euro und unterliegt noch der Zustimmung der Kartellbehörden. 

Mark-Alexander Huth

Mark-Alexander Huth

Die Mehrheit an Stoll verbleibt bei den Familiengesellschaftern. Shang Gong erhält einen Sitz im künftigen Aufsichtsrat von Stoll. Die Shang Gong-Gruppe ist bereits an zahlreichen deutschen Unternehmen beteiligt. Zu den Akquisitionen der vergangenen Jahre zählen Dürkopp Adler, Pfaff Industriesysteme und Maschinen sowie KSL Keilmann Sondermaschinenbau.

Der 1873 gegründete Flachstrickmaschinenhersteller Stoll ist mit seinen rund 850 Mitarbeitern weltweit in mehr als 70 Ländern aktiv. Von der Kooperation verspricht sich das Unternehmen mehr Know-how im Nähen und textilen Schweißen, sowie bei Anwendungen technischer Textilien. Zudem soll die Präsenz in Asien, dem größten Absatzmarkt des Unternehmens und Heimatmarkt von Shang Gong, gestärkt werden.

Berater Shang Gong
Schulz Noack Bärwinkel (Hamburg): Dr. Mark-Alexander Huth, Axel Neelmeier (beide Federführung; Gesellschaftsrecht/M&A), Corinna Rindfleisch (IP); Associates: Dr. Gunnar Roloff (Arbeitsrecht; Rostock), Andra Sievers (Gesellschaftsrecht/M&A)
Inhouse Recht: Daniela Rott

Götz-Peter Freudenberg

Götz-Peter Freudenberg

Berater Stoll
Binz & Partner (Stuttgart): Prof. Dr. Götz Freudenberg

Hintergrund: Die Hamburger Kanzlei Schulz Noack (SNB) gilt als ausgesprochen erfahren im China-Geschäft und gehörte zu den ersten, die ein Büro in Schanghai eröffneten. Der Kontakt zu Shang Gong besteht schon lange. So beriet die Kanzlei das chinesische Unternehmen bereits 2005, als es 94,9 Prozent am deutschen Nähmaschinenhersteller Dürkopp Adler von FAG Kugelfischer erwarb. Auch als Shang Gong zwischenzeitlich verkaufte Anteile an Dürkopp Adler im Jahr 2014 wieder zurückkaufte, stand die Kanzlei dem Unternehmen zur Seite.

Die Mandatsbeziehung von Binz-Partner Freundenberg zum Familienunternehmen Stoll besteht schon seit 25 Jahren. Er berät das Unternehmen laufend gesellschaftsrechtlich und wird künftig auch dem Aufsichtsrat der Gesellschaft vorsitzen.

In Steuerfragen vertraute Shang Gong auf WTS. Stoll zog für Steuerfragen die in Stuttgart ansässige Sozietät Bansbach und für die Abschlussprüfung Ernst & Young hinzu. (Claudia Otto)

  • Teilen