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01.10.2015

IPO in Mode: Steilmann bereitet mit Norton Rose und Ashurst Börsengang vor

Das Modeunternehmen Steilmann plant noch in diesem Jahr den Gang an die Börse. Das Emissionsvolumen soll nach Information der Nachrichtenagentur Reuters bei 100 bis 200 Millionen Euro liegen.  Begleitet wird der IPO von einem Bankenkonsortium unter der Führung der Oddo Seydler Bank sowie Banca IMI.

Frank Regelin

Frank Regelin

Steilmann ist mehrheitlich im Besitz der italienischen Familien Puller und Giazzi. Die Altaktionäre werden im Rahmen des IPO keine Anteile zum Verkauf anbieten. Der Börsengang soll vollständig über die Ausgabe neuer Aktien und damit über eine Kapitalerhöhung erfolgen. Die Erstnotiz im regulierten Markt in Frankfurt ist zunächst für Ende Oktober vorgesehen. Der genaue Termin steht aber noch nicht fest und hängt von der Entwicklung der Kapitalmärkte ab. Der IPO-Erlös soll in neue Verkaufsstellen sowie weitere Akquisitionen fließen.

Steilmann produziert und designt mit 8.300 Mitarbeitern in 18 Ländern Mode für sogenannte Best Ager, also Personen im Alter von 45 Jahren aufwärts. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 896 Millionen Euro. Der bereinigte Gewinn lag bei 53,3 Millionen Euro. Zu dem Unternehmen gehört auch die Modekette Adler, die Steilmann 2013 zusammen mit dem Investor Equinox übernahm. Adler ist ebenfalls börsennotiert.

Berater Steilmann
Norton Rose Fulbright (Frankfurt): Dr. Frank Regelin, Sascha Grimm – aus dem Markt bekannt

Matthias von Oppen

Matthias von Oppen

Berater Banken
Ashurst (Frankfurt): Dr. Matthias von Oppen (Federführung; Corporate Finance), Stuart Rubin, Ethan Perry (beide US-Recht; Hongkong); Associates: Dr. Ian Maywald, Joanna Wilczynska-Gluch, Dominik Richers (alle Corporate Finance)
Inhouse Recht (Banca IMI; London): Piers Roberts – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Norton Rose Fulbright berät Steilmann zum ersten Mal und kam über einen Pitch ins Mandat. Mit der Abschlussprüfung ist KPMG beauftragt.

Die Mandatierung von Ashurst auf Seiten der Banken überrascht zunächst. Der Konsortialführer Oddo Seydler setzte in der Vergangenheit häufig auf Norton Rose als Beraterin. Zuletzt streute die Bank ihre Mandate aber stärker und Norton Rose war in diesem Fall ohnehin schon vergeben. Oddo Seydler begegnete Ashurst bislang häufig als Beraterin der Gegenseite, wie beispielsweise bei der Restrukturierung von 3W Power. Ashurst-Kollegen berieten jedoch die Banca IMI, die hier ebenfalls Teil des Konsortiums ist, bereits 2011. Damals stellte die Bank zusammen mit anderen die Transaktionsaktionsfinanzierung, als das belgische Gasunternehmen Fluxys G vom italienischen Energiekonzern Eni Anteile an den Gaspipelines TENP in Deutschland und Transitgas in der Schweiz erwarb. (Claudia Otto)

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