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25.10.2015

Mobile Payment: VW Financial Services sichert sich Sunhill Technologies mit Noerr

Volkswagen Financial Services hat 92 Prozent am Erlanger Mobilitätsdienstleister Sunhill Technologies übernommen. Dies gab der Volkswagen-Konzern im Rahmen der Automesse IAA bekannt, kurz bevor die sogenannte ‚Dieselgate-Affäre‘ über ihn hereinbrach.

Felix Blobel

Felix Blobel

Anteilsverkäufer bei Sunhill waren Fonds des Münchner Wagniskapitalgebers MIG sowie die öffentlichen Kapitalgeber Bayern Kapital, KfW, der High-Tech Gründerfonds, sowie regionale Clusterfonds.

Die 2001 gegründete Sunhill hat sich auf Bezahlverfahren per Smartphone etwa für Parkplätze, Verkehrsbetriebe oder Elektrozapfsäulen spezialisiert. Das Verfahren wird schon an 150 Standorten eingesetzt.

MIG, die ein Vermögen von rund 800 Millionen Euro verwaltet, war 2008 bei Sunhill eingestiegen. Sie gibt ihre knapp 43 Prozent Anteile vollständig an den Finanzdienstleister des Volkswagen-Konzerns ab. Neben Finanzierungsmodellen für VW-Kunden und Zahlungsmodellen für Händler betreut der Finanzdienstleister das Versicherungsgeschäft, Corporate-Carsharing-Modelle und andere Mobilitätsangebote.

Berater Volkswagen Financial Services
Noerr (Berlin): Felix Blobel (Federführung; Corporate), Dr. Jens Kunz (Finanzaufsichtsrecht; Frankfurt), Christian Mayer (Öffentliches Recht; München), Peter Stauber (Kartellrecht); Associates: Ariane Neubauer (Federführung; Corporate), Dr. Charlotte Sander (Arbeitsrecht), Pascal Schumacher (TK-Recht), Matthias Schirmer (Finanzaufsichtsrecht; Frankfurt), Stefan Wilmer (IT-Recht, München)
Inhouse Recht (Braunschweig): Julia Peters, Dr. Andreas Reißmann (beide Legal Counsel)

Björn Weidehaas

Björn Weidehaas

Berater Verkäufer
Lutz Abel (München): Dr. Bernhard Noreisch, Björn Weidehaas (beide Federführung), Dr. Philipp Byers (Arbeitsrecht), Dr. Ferdinand Unzicker (Bank- und Kapitalmarktrecht)

Hintergrund: Die Verkäufer mandatierten Lutz Abel gemeinsam. Die Kanzlei berät MIG seit ihrer Gründung, insbesondere im Hinblick auf Beteiligungsverträge.

Noerr-Anwalt Felix Blobel kam bei VW Financial Services über einen Pitch in das Mandat. Er beriet auch jüngst Scottish Equity Partners bei ihrem Investment in den Online-Sprachdienst Babbel. Bei Verbriefungstransaktionen setzte Volkswagen Financial Services schon häufiger auf Jones Day, allerdings sind auch Hogan Lovells und Baker & McKenzie regelmäßig für die Finanzdienstleistungs- und Leasingssparten des Autokonzerns tätig. Beim Zukauf der Finanzdienstleistungssparte der MAN-Gruppe setzte VW Financial Services auf Clifford Chance, die sie schon seit Jahren bei Zukäufen unterstützt. (Sonja Behrens)

 

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