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26.10.2015

Unternehmensanleihe: Deutsche Börse besorgt sich weitere 500 Millionen Euro mit Linklaters

Die Deutsche Börse hat eine Anleihe im Wert von 500 Millionen Euro begeben. Das platzierende Bankenkonsortium wurde angeführt von Goldman Sachs International, JP Morgan und der UBS.

Peter Waltz

Peter Waltz

Die Anleihe läuft über zehn Jahre und ist mit rund 1,7 Prozent verzinst. Daneben hat die Deutsche Börse jüngst auch eine Kapitalerhöhung im Wert von 200 Millionen Euro durchgeführt; die Aktien wurden im Rahmen eines beschleunigten Bookbuildings ausschließlich an institutionelle Anleger ausgegeben. Sowohl die Inhaberschuldverschreibung als auch die Aktienemission dienen dem Dax-Unternehmen dazu, die Übernahme des Devisenplattform-Betreibers 360T für 725 Millionen Euro zu finanzieren.

Die Deutsche Börse hatte in diesem Sommer auch einen 600 Millionen Euro schweren Hybrid-Bond lanciert. Damit konnte sie vom Schweizer Börsenbetreiber Six die Gemeinschaftsunternehmen Stoxx und Indexium für rund 650 Millionen Schweizer Franken erwerben.

Berater Deutsche Börse 
Linklaters (Frankfurt): Peter Waltz (Federführung; Kapitalmarktrecht), Staffan Illert (Corporate/M&A; Düsseldorf); Associate: Dr. Alexander Schlee –  aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (Deutsche Börse; Frankfurt): Dr. Tobias Gressinger –  aus dem Markt bekannt

Christoph Gleske

Christoph Gleske

Berater Bankenkonsortium
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Christoph Gleske (Federführung); Associates: Birgit Schulz,  Dr. Roland Schmidtbleicher

Hintergrund: Peter Waltz von Linklaters und Christoph Gleske von Freshfields sind ein eingespieltes Team, wenn es darum geht, passende Finanzierungsinstrumente für den Handelsplattformbetreiber  aufzusetzen. Der eine aufseiten der Emittentin, der andere aufseiten der Banken – so  strukturierten sie beispielsweise schon 2008 die Begebung einer Hybridanleihe.

In ihrer Arbeit können sie jeweils auf erfahrene Mitarbeiter vertrauen: Gleske, der im Februar 2013 zum Co-Leiter der weltweiten Sektorgruppe Finanzinstitute und Versicherungen ernannt wurde, hat regelmäßig Principal Associate Birgit Schulz dabei, die sich auf Fremdkapital- und strukturierte Finanzierungen spezialisiert hat.

Managing Associate Schlee war Anfang des Jahres nach gut zwei Jahren bei Allen & Overy zu Linklaters zurückgewechselt und beriet erst kürzlich den Darmstädter Pharmakonzern Merck bei einem umfangreichen Anleiheprogramm. Staffan Iller wiederum, 2013 zum Partner ernannt, war schon 2011 im Linklaters-Beraterteam, das die Deutsche Börse 2011 zu einer möglichen Fusion mit der Wettbewerberin New York Stock Exchange (NYSE) konsultierte.

Nach JUVE-Informationen war bei der Deutschen Börse Legal Counsel Gressinger in die Anleiheemission involviert. Er wechselte 2014 zum Unternehmen, nachdem er zuvor sechs Jahr für CMS Hasche Sigle tätig war. (Sonja Behrens)

 

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