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22.12.2015

Großdeal: Kucera und Gleiss beraten Käufer der Lanxess Arena

Ein Joint Venture zwischen dem chinesischen Investor Junson Capital und Mirae Asset Global Investments aus Korea hat die Kölner Lanxess Arena erworben. Der Kaufpreis liegt Medienberichten zufolge bei 440 Millionen Euro. Verkäufer ist ein Immobilienfonds des Unternehmers Josef Esch und des Bankhauses Sal. Oppenheim. 

Oliver Platt

Oliver Platt

Zu den mehr als 70 Anlegern des ‚Immobilienfonds Köln-Deutz Arena und Mantelbebauung GbR‘ gehören Prominente wie Ex-Boxer Henry Maske, die ehemaligen Oppenheim-Banker Matthias Graf von Krockow, Georg Baron von Ullmann und Christopher Baron von Oppenheim sowie die Neusser Werhahn-Dynastie. Junson Capital hat neben der Lanxess Arena auch die Sportanlage des Eishockeyklubs ‚Kölner Haie‘ gekauft. Der koreanische Investor erwarb die zur Arena gehörigen Büros sowie Parkplätze.

Die Lanxess Arena ist Deutschlands größte Multifunktionshalle. Neben rund 18.000 Sitzplätzen gehören dazu Restaurants, Bars und Geschäfte. Zu dem Immobilienkomplex gehören außerdem rund 100.000 Quadratmeter Bürofläche, die langfristig an die Stadt Köln vermietet sind und als Technisches Rathaus genutzt werden sowie eine Mehrzweckhalle und knapp 3.000 Parkplätze. Die Namensrechte für die Arena liegen beim Chemiekonzern Lanxess.

Am Eventgeschäft in der Arena soll sich durch den Verkauf nichts ändern. Betreiber der Veranstaltungshalle ist seit 2008 der Ticket-Vermarkter CTS Eventim. Der Pachtvertrag laufe noch bis 2032, heißt es in Presseberichten. 

Mirae Asset Global Investments ist der größte Investment-Manager in Korea. Junson Capital ist ein Family Office mit Sitz in Hongkong.

Berater Junson Capital
Kucera (Darmstadt): Oliver Platt (Immobilienrecht und Finanzierung), Rolf Krauss (Steuerrecht); Associates: Andre Barth (Corporate), Soma Abedi (beide Immobilienrecht), Isabel Tannenberg (Steuerrecht)

Berater Mirae Asset Global
Gleiss Lutz (Berlin): Dr. Johannes Niewerth (Federführung; Immobilienrecht), Dr. Johann Wagner (Steuerrecht; Hamburg), Dr. Michael Burian (Gesellschaftsrecht/M&A; Stuttgart), Dr. Burkhard Jäkel (Bank- und Finanzrecht), Dr. Birgit Colbus (Kartellrecht; Frankfurt); Associates: Dr. Fabian Kutz, Dr. Jonas C. Rybarz (beide Immobilienrecht), Dr. Hendrik Marchal, Dr. Katja Scharkowski (beide Steuerrecht; Hamburg), Anselm Christiansen, Simon Dewes (beide Gesellschaftsrecht/M&A; Stuttgart)‎, Dr. Constantin von der Groeben (Öffentliches Recht)

Berater Oppenheim Esch Fonds
Clifford Chance (München): Christian Trenkel (Federführung; Immobilienrecht), Dr. Jörg Rhiel (Corporate), Thorsten Sauerhering (Steuern; beide Frankfurt), Tim Schreiber (IP); Associates: Martin Barlösius, Dorothea Schimmel (beide Immobilienrecht), Dr. Dominik Engl (Steuern), Annette Röhder (Corporate; beide Frankfurt), Dr. Alexander Weiss (IP)

Berater Sal. Oppenheim
Noerr (Düsseldorf): Gregor Barbers (Immobilienrecht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Das Joint Venture wurde bei der Transaktion außerdem von Arminius Property Management und der Arminius Kapitalgesellschaft beraten, deren General Counsel Platt bis zu seinem Wechsel zu Kucera Mitte 2014 war. Im Anschluss bleib Platt als externer Berater für das Unternehmen tätig.

Gleiss-Partner Niewerth beriet zuletzt die französische Louvre Hotels Group beim Kauf eines Hotelportfolios mit 25 Objekten in elf deutschen Städten. Kontakte nach Asien knüpfte er bereits Mitte 2014, als er einen südkoreanischen Pensionsfonds bei einem Joint Venture mit Dream Global zum Kauf von Büroimmobilien beriet. 

Trenkel von Clifford gehörte zuletzt zum Team, dass die thailändische Central Group beim Einstieg in die drei Luxuskaufhäuser von Karstadt-Eigentümer René Benko beriet. Außerdem berät er regelmäßig zu Immobilienfinanzierungen, zum Beispiel Mandaten wie die Frankfurter Hypothekenbank und die Deutsche Bank.

Notariell begleitet wurde die Transaktion JUVE-Informationen zufolge von Dirk Höfinghoff und Dr. Lars Göhmann aus Siegburg. Die Beurkundung vorgenommen hat Dr. Karl-Oskar Schmittat, Notar a.D., der als Vertreter seines Nachfolgers Göhmann fungierte. (Laura Bartels)

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