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22.12.2015

Premiere: DBAG stemmt Schweizer Deal mit Baker & McKenzie

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) geht bei dem Schweizer Familienunternehmen Mageba an Bord. Die Transaktion, die auch eine Kapitalerhöhung beinhaltet, bedarf der Zustimmung der Kartellbehörden und soll im ersten Quartal 2016 abgeschlossen werden.

Ingo Strauss

Ingo Strauss

Die vor rund 50 Jahren gegründete Mageba ist im Zürcher Unterland ansässig. Weltweit beschäftigt sie im Hoch- und Infrastrukturbau rund 800 Mitarbeiter, davon etwa 100 Ingenieure. Die beiden Hauptgesellschafter Thomas Spuler und Gianni Moor halten auch künftig die Mehrheit an dem Unternehmen.

Für die börsennotierte DBAG ist es die erste Beteiligung in der Schweiz, das Investitionsvolumen beträgt 15,1 Millionen Schweizer Franken, umgerechnet also rund 14 Millionen Euro. In diesem Jahr erwarb die DBAG beispielsweise schon die Schwetzinger Pfaudler Group, die Siblitz-Gießereien, sowie die Telio-Gruppe, ein Telekommunikations- und Softwareunternehmen.

Berater DBAG
Baker & McKenzie (Düsseldorf): Dr. Ingo Strauss, Dr. Alexander Fischer (Zürich; beide Federführung), Dr. Johannes Teichmann (Handelsrecht; Frankfurt), Dr. Benjamin Koch (IP-Recht; München) Tilman Wink (Corporate); Associates: Dr. Manuel Meyer (Zürich), Maria Eger (beide Corporate), Henrik Luethge, Andreas Dussmann (München; beide Arbeitsrecht), Dr. Julia Pfeil (Öffentliches Recht), Dr. Daniel Bork (Real Estate), Julia Schieber (IP-Recht; Zürich)
Inhouse Recht (Frankfurt): Florian Döring (Leiter Recht), Maria Rostock-Bagdasarova (Prokuristin)

Berater Mageba-Gesellschafter
Voser (Baden; Schweiz): Dieter Egloff, Joachim Huber – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Die Schweizer Sozietät Voser gilt im regionalen Markt als gut verankert. Die Kanzel ist multidisziplinär aufgestellt, mit Rechtsanwälten, Notaren und Steuerberatern. Über ihre Mandatsbeziehung zu den Mageba-Eignern ist nichts bekannt. Nach JUVE-Informationen fungierten Frédéric de Boer und Tobias Gutzwiller von dem Schweizer Beratungsunternehmen Zetra als M&A-Berater.

Die transaktionsfreudige DBAG, die in der Vergangenheit häufig Linklaters beauftragte, mandatierte in diesem Jahr schon einige weitere Kanzleien erstmals, darunter Jones Day, Shearman & Sterling und Allen & Overy. Auch für Baker & McKenzie ist die Tätigkeit für die DBAG eine Premiere, sie konnte bei diesem Zukauf vermutlich mit ihrem starken Schweizer Team punkten. Das Züricher Büro von Baker & McKenzie stellt sich nach dem Weggang des langjährigen Büroleiters Dr. Urs Schenker derzeit neu auf. Darüber hinaus kamen Kanzleikollegen aus Österreich, Tschechien, der Türkei und Ungarn sowie aus Übersee zum Einsatz. Auch Korrespondenzkanzleien in Indien und Kroatien wurden eingeschaltet.

Als sich die DBAG jüngst an Telio beteiligte, stand ihr neben Linklaters auch ein Team um die Allen & Overy-Partner Dr. Michael Bernhardt und Dr. Markus Käpplinger zur Seite. Das Telio-Management wurde beraten von Dr. Dominik Ziegenhahn und seinem Team von Rasche von Knobelsdorff Heiser (RKH). Die Verkäufer wurden von AFR Legal unterstützt. Die Federführung oblag Florian Aigner, der von Kooperationspartnern in Frankreich und Osteuropa unterstützt wurde. (Sonja Behrens)

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