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17.12.2015

Spandex-Übernahme: Chequers Capital vertraut auf Latham und Walder Wyss

Der Private-Equity-Investor Chequers Capital hat die Schweizer Werbetechniker- und Druckereifirma Spandex übernommen. Verkäufer waren Fonds, die von Gilde Buy Out Partners gemanagt werden. Für die Transaktion, die noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe steht, wurde eine Akquisitionsfinanzierung auf die Beine gestellt.

Oliver Felsenstein

Oliver Felsenstein

Spandex mit Sitz im Kanton Zürich produziert und vertreibt Materialien für die Schilderherstellung sowie für Digitaldruck. Im letzten Jahr lag ihr Umsatz bei rund 250 Millionen Euro. Guilde Buy Out Partners hatten sie gemeinsam mit Indigo Capital sowie dem Management im Herbst 2011 von Gerber Scientific erworben.

Als Senior Banken bei der Akquisitionsfinanzierung agierten nach JUVE-Informationen die Commerzbank und die IKB.

Chequers Capital verwaltet rund 1,8 Milliarden Euro und hat neben ihrem Stammsitz Paris auch ein Büro in München. Sie fokussiert sich bei ihren Investments auf mittelständische Unternehmen. In der Schweiz verkaufte sie letztes Jahr den privaten Pflegeheimbetreiber Silver Care an die französische Orpea Group. In Deutschland übergab sie jüngst den Elektrowerkzeughersteller Metabo an den japanischen Hitachi-Konzern.

Berater Chequers Capital
Latham & Watkins (Frankfurt): Oliver Felsenstein (Private Equity; Federführung), Dr. Andreas Diem (Finanzrecht), Stefan Süß (Steuerrecht; beide München), Dr. Georg Weidenbach (Kartellrecht); Associates: Dr. Albrecht Brodhun, Marion Schuster, Georg Piroth (alle Private Equity; München), Dr. Philipp Vorbeck (London), Ludwig Zesch (beide Finanzrecht), Dr. Christine Watzinger, Christian Roschmann (beide Steuerrecht)
Walder Wyss (Zürich): Luc Defferrard (Private Equity; Federführung), Maurus Winzap (Steuerrecht); Associates: Alexandre Both, Tervel Stoyanov (beide M&A/Finanzierungen)

Christian Zuleger

Christian Zuleger

Berater Guilde Buy Out Partners, Indigo, Spandex-Management
Kirkland & Ellis (München): Dr. Christian Zuleger (Federführung), Volker Kullmann, Nicole Schlatter (alle Corporate), Dr. Markus Feil, Christine Kaniak (beide Finanzierung) Dr. Roderic Pagel (Steuerrecht); Associates: Patrick Heinrichs, Maximilian Schröter (beide Corporate), Dr. Alexander Längsfeld (Finanzierung)
Homburger (Zürich): Dieter Gericke (Corporate/M&A), Stefan Oesterhelt (Steuerrecht); Associate: Eric Sibbern (Corporate/M&A)

Berater Banken
Clifford Chance (München): Barbara Mayer-Trautmann (Federführung), Dr. Mattias von Buttlar, Philipp Kropatscheck (beide Frankfurt; alle Bank – und Kapitalmarktrecht)

Hintergrund: Chequers Capital wurde in den letzten Jahren vor allem von Burc Hesse beraten, der im Frühjahr zusammen mit dem hier federführenden Partner Oliver Felsenstein von Clifford Chance zu Latham gewechselt ist. Hesse begleitete den An- und Verkauf von Metabo und war auch mandatiert, als Chequers Silver Care verkaufte. Hengeler Mueller-Partner Dr. Albrecht Conrad und Finanzierungsexperte Heinrich Knepper wiederum waren seinerzeit mit Best-Friends-Kanzlei Bredin Prat aufseiten der französischen Käuferin Orpea tätig.

Defferrard, der hier neben Felsenstein zum Schweizer Recht beriet, leitet bei Walder Wyss die frankophone Gruppe. Sein Schwerpunkt liegt bei internationalen Finanz- und Übernahmetransaktionen. Er beriet etwa 2006 den Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck beim Erwerb des Genfer Biotechunternehmens Serono. Mit Allen & Overy begleitete er die Refinanzierung beim Autozulieferer Schaeffler.

Kirkland unterstützt Gilde Buy Out seit vielen Jahren, so auch 2011 beim Kauf von Spandex. Damals lag die Federführung noch beim Standortleiter Kullmann, dieses Mal übernahm sie der Corporate-Partner Zuleger. Homburgers Corporate- und M&A-Team wird von Dieter Gericke geführt, der mit seinem Team die Verkäufer zum Schweizer Recht beriet. (Sonja Behrens)

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