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25.01.2016

Ceinex: Bank of China vertraut bei Anleihelisting auf Linklaters

Die Bank of China (BOC) hat ihre erste Anleihe an der China Europe International Exchange (Ceinex) gelistet. Lanciert wurde der Corporate-Bond, der ein Gesamtvolumen von 2 Milliarden chinesischen Renminbi hat, über die Niederlassung in Abu Dhabi. Der Börsenprospekt bedurfte der Zustimmung der BaFin.

Christian Storck

Christian Storck

Die international platzierte Schuldverschreibung ist Teil eines rund 20 Milliarden US-Dollar schweren Finanzierungsprogramms mithilfe von Wertpapieremissionen, sogenannte Medium Term Notes. Die Anleihe war zuvor schon an der Nasdaq in Dubai und der Singapore Exchange Securities Trading gelistet.

Die Bank of China, eine der 28 Großbanken, die vom Financial Stability Board als systemrelevant eingestuft wurde, baut ihre internationale Geschäftstätigkeit weiter aus. In Frankfurt beschäftigt sie derzeit rund 200 Mitarbeiter, in London über 400.

Die Ceinex ist ein junges Joint Venture der Deutschen Börse mit der Shanghai Stock Exchange und dem Derivatehändler China Financial Futures Exchange. Das Gemeinschaftsunternehmen ging Mitte November an den Start. Auch die Commerzbank wagte sich in Partnerschaft mit der Bank of China International und der China Construction Bank International mit zwei börsengehandelten Fonds (ETFs) an die Ceinex.

Berater Bank of China
Linklaters (Frankfurt): Dr. Christian Storck (Federführung), Michael Ng (beide Kapitalmarktrecht; Hongkong); Associates: Sebastian Bruchwitz, Friedrich von Ketteler (beide Investment Management), William Cresswell, Dr. Alexander Schlee, Olga Bergmann, Nadine Berlander, Axel Oehrn, Vincent Chow (Hongkong; alle Kapitalmarktrecht), Yue Qi (Gesellschaftsrecht)
Inhouse Recht: Chenghui Xu, Ge Wang, Yan Yin, Kai Jodlauk, Yi Zhao, Lin Dechen

Hintergrund: An den Kapitalmarkt-Standorten Hongkong und Peking vertraut die BOC schon länger auf Linklaters. Nun konnte die Kanzlei die Mandantin auch aus Frankfurt heraus begleiten, sowohl zum deutschen als auch zum englischen Recht. Partner Storck, der 2014 auch die China Construction Bank bei der Begebung eines sogenannten Goethe-Bonds beriet, ist doppelt qualifiziert.

Als die BOC 2006 an die Börse ging, stand ihr Freshfields Bruckhaus Deringer zur Seite. Etliche Kanzleien, darunter Sullivan & Cromwell und Shearman & Sterling, begleiteten seinerzeit das dazugehörige Bankenkonsortium zu dem rund 11 Milliarden US-Dollar schweren IPO an der Hong Kong Stock Exchange.

Bei der Gründung der Ceinex im letzten Jahr unterstützte Allen & Overy die Deutsche Börse, King & Wood Mallesons die Shanghai Stock Exchange, während die China Financial Futures Exchange nach JUVE-Informationen von Dentons beraten wurde. (Sonja Behrens)

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