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03.02.2016

Clevere Autoradios: Joyson und Preh kaufen TechniSat Automotive mit Waldeck

Die chinesische Ningbo Joyson Electronic sowie ihre deutsche Tochter Preh erwerben jeweils 50 Prozent an TechniSat Automotive. Verkäufer des Spezialisten für Radionavigationssysteme ist TechniSat Digital, der als Hersteller von Digitalreceivern und TV-Geräten bekannt ist. Der Erwerb bedarf noch der Zustimmung durch die zuständigen Behörden.

Frank Weber

Frank Weber

Die neuen Eigner wollen den Geschäftsbereich TechniSat Automotive zukünftig als Preh TechniSat Car Connect fortführen. Mit einem Umsatz von 450 Millionen Euro im vergangenen Jahr beschäftigt das erworbene Unternehmen derzeit rund 1.200 Mitarbeiter in Deutschland, Polen und China.

Ningbo Joyson Electronic ist an der Börse Schanghai notiert. Ihre Muttergesellschaft, eine 2004 von Jeff Wang gegründete Investmentholding, hatte 2011 knapp 75 Prozent des fränkischen Automobilzulieferers Preh erworben. Beteiligt an Preh blieben seinerzeit die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) und das bisherige Management. Ende 2012 verkaufte die DBAG die verbliebene Beteiligung auch an Joyson.

Berater Ningbo Joyson Electronic/Preh-Gruppe
Waldeck (Frankfurt): Dr. Frank Weber (Federführung), Michael Eifler (beide M&A), Dr. Christoph Pöhn (M&A/Steuern), Dr. Nina Malaviya (Öffentliches Recht/Kartellrecht), Elina Vasileva (Corporate/M&A), Jens-Holger Petri (IP/IT), Dr. Torsten Weigt (Arbeitsrecht)

Berater TechniSat Digital
McDermott Will & Emery (Frankfurt): Philipp von Ilberg, Dr. Clemens Just – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Waldeck stand Preh bereits zur Seite, als diese den Montagesystem-Hersteller IMA Automation Amberg von der Schweizer Feintool erwarb und begleitete voriges Jahr die chinesische Joyson-Gruppe, als sie die Mehrheit am deutschen Automobilzulieferer Quin kaufte. Im Hinblick auf die Due Diligence und steuerliche Fragen war KPMG involviert.

Die DBAG wurde beim Verkauf von Anteilen an Preh seinerzeit von Linklaters unterstützt. Über das Mandatsverhältnis zwischen TechniSat und den nach JUVE-Informationen involvierten McDermott-Juristen ist derzeit noch nichts bekannt. Philipp von Ilberg war im Frühjahr 2012 mit seinem Team von Dewey & LeBoeuf gekommen, um gemeinsam mit Joseph Marx in Frankfurt für McDermott zu eröffnen. Auch bei anderen Transaktionen arbeitete er mit Just zusammen, der früher bei Allen & Overy sowie Schulte Riesenkampff tätig war. Das Duo beriet beispielsweise die langjährige Mandantin CompuGroup Medical vor zwei Jahren bei der Übernahme der Vision4health-Gruppe. (Sonja Behrens)

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