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02.02.2016

Hörenswert: EQT übernimmt verbliebene Siemens-Beteiligung an Sivantos

Der Private-Equity-Investor EQT erwirbt die von Siemens gehaltene Beteiligung an Sivantos. Damit hat Siemens die verbliebenen Anteile an seiner früheren Hörgeräte-Tochter gänzlich abgestoßen.

Kai Hasselbach

Kai Hasselbach

Im November 2014 kaufte EQT zusammen mit der deutschen Unternehmerfamilie Strüngmann als Co-Investor die Hörgerätesparte Siemens Audiology Solutions von Siemens zu einem Preis von 2,15 Milliarden Euro. Nach dem Verkauf der Sparte gründete sich daraus im Januar 2015 die Sivantos-Gruppe.

Daniel Wiegand

Daniel Wiegand

Im selben Jahr verfolgte Sivantos mit dem Erwerb von Audibene, einem Berliner Online-Start-up für Hörgeräte-Beratung, seinen Wachstumskurs. Der Verkauf, die Vermarktung und die Entwicklung der Hörgeräte von Sivantos läuft weiterhin unter dem Markennamen Siemens. Finanziert wurde die Transaktion durch eine zusätzliche Kreditlinie der Deutschen Bank, Goldman Sachs und der UBS.

Berater EQT
Freshfields Bruckhaus Deringer (Köln): Dr. Kai Hasselbach (Federführung); Associates: Peter Simon, Dr. Felix Ebbinghaus (alle M&A/Gesellschaftsrecht)
Latham & Watkins: Dominic Newcomb (London), Dr. Andreas Diem (München; beide Banking; beide Federführung), James Burnett (Banking; London); Associates: Ludwig Zesch (München), Matthew Hope (beide Banking), Shawn Anderson (Banking; beide London)

Berater Siemens
Hengeler Mueller (München): Dr. Daniel Wiegand; Associate: Jakub Lorys (beide M&A) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (München): Sabine Kalbitz – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Auf Käufer- und Verkäuferseite hat sich seit der ersten Beteiligung von EQT in 2014 nicht viel verändert. Freshfields war seinerzeit schon als Berater von EQT bekannt. Die Beteiligungsgesellschaft hatte zwei Jahre zuvor mit der Kanzlei für rund 1,8 Milliarden Euro den Verbandmaterialhersteller BSN Medical übernommen. Für die Finanzierungsfragen holte EQT sich wie 2014 Latham an ihre Seite.

Auch das Münchner Team von Hengeler ist nicht neu an der Seite von Siemens. Es half dem Technologieunternehmen beispielsweise auch, sich von seiner 50-Prozent-Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen BSH Bosch Siemens Hausgeräte zu trennen. (Anika Verfürth)

 

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