Artikel drucken
25.02.2016

Kreditlinie: DBAG erhält 50 Millionen-Euro-Spielraum mit Shearman und Ashurst

Die vor fünfzig Jahren gegründete Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) hat sich erstmals eine Fremdfinanzierung gesichert: Die revolvierende Kreditlinie über 50 Millionen Euro stellen die Santander Bank und die DZ Bank für fünf Jahre. Damit bleibt das Private-Equity-Unternehmen für Investitionen flexibel. Laut Presseberichten bietet die DBAG auch für den schwäbischen Anlagenbauer Voith.

Esther Jansen

Esther Jansen

Die DBAG finanziert sich ansonsten am Aktienmarkt, das Börsenparkett kennt sie seit 30 Jahren. Im letzten Jahr beteiligte sie sich mit ihren Fonds beispielsweise an dem Automobilzulieferer Oechsler, an der Siblitz Gießerei-Gruppe sowie an der Cleanpart-Gruppe. Zudem investierte sie erstmals in der Schweiz, als sie beim Familienunternehmen Mageba an Bord ging. Kurz vor Weihnachten veräußerte sie im Gegenzug die Spheros-Gruppe an den französischen Automobilzulieferer Valeo.

Berater DBAG
Shearman & Sterling (Frankfurt): Dr. Esther Jansen (Finanzierung; Federführung), Dr. Kolja Stehl (Regulierung), Dr. Anders Kraft (Steuerrecht); Associate: Maria Iorno (Finanzierung)
Inhouse Recht (Frankfurt): Florian Döring (General Counsel)

Berater Banken
Ashurst (Frankfurt): Dr. Thomas Beckerhoff; Associate: Dr. Endrik Kramski (beide Finanzierungen) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Dies war das erste Finanzierungsmandat der DBAG für Shearman. Die Kanzlei hatte zuvor schon bei einigen Transaktionen beraten, bei denen Partnerin Jansen eingebunden war. So begleitete sie den Erwerb der Pfaudler Process Solution durch die DBAG mit dem Transaktionsanwalt Dr. Thomas König, mit dem sie auch den Verkauf der Spheros Ende 2015 koordinierte.

In die Verhandlungen mit den Banken waren nach JUVE-Informationen auch maßgeblich Finanzvorstand Susanne Zeidler und Chefjurist Döring involviert. Döring ist seit 2012 bei der DBAG, zuvor war er als als Managing Associate im Private-Equity-Team von Linklaters tätig.

Als die DBAG den mehrheitlichen Erwerb von Cleanpart refinanzierte, beriet ein Team von Clifford Chance unter Federführung des Münchner Partners Thomas Weitkamp ein Konsortium um die HSH Nordbank. Die Akquisition selbst unterstützte aufseiten der DBAG Dr. Michael Bernhardt von Allen & Overy. Die Kanzlei beriet mit einem Team um den Partner Thomas Neubaum auch zur Finanzierung. (Sonja Behrens)

  • Teilen