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10.03.2016

Österreichische Post: Transoflex mit Hengeler und Eisenberger nach Deutschland verkauft

Transoflex kehrt zu seinen ehemaligen Eigentümern zurück. Die Familie Amberger aus Tegernsee und die Schoeller Holding haben den Speziallogistikanbieter zu gleichen Teilen von der Österreichischen Post übernommen. Die kartellrechtliche Genehmigung steht noch aus.

Hans-Jörg Ziegenhain

Hans-Jörg Ziegenhain

Den beiden Gesellschaftern gehörte die Firma bereits von 1995 bis 1998 in einer Sanierungsphase, bevor die Deutsche Post mit einer Übernahme kartellrechtlich scheiterte. Transoflex kam in der Folge zu den Private-Equity-Fonds Odewald & Cie. und der Alpha-Gruppe, von denen die Österreichische Post die Gesellschaft 2007 erwarb.

Die Familie Amberger ist Alleingesellschafterin der bayrischen Frachtfirma Loxxess, die 2014 im Logistikgeschäft 132 Millionen Euro erlöste. Die Firma beschäftigt an 26 Standorten 1.600 Mitarbeiter, davon 400 in Tschechien. Die neuen Eigentümer sehen die Chance, dass die Pharmasparten von Loxxess und Transoflex enger zusammenarbeiten. Verschmelzen möchten sie die beiden Gesellschaften derzeit nicht.

Transoflex aus Weinheim in Baden-Württemberg setzte 2014 rund 500 Millionen Euro um und verfügt über eine Flotte von 3.520 Fahrzeugen, die von 87 Standorten in Deutschland und vier in Österreich aus Liefertouren fahren. Die Firma beschäftigte 2014 rund 1.910 Mitarbeiter, davon 110 in Österreich.

Alric Ofenheimer

Alric Ofenheimer

Berater Schoeller
Jochen Winter (M&A/Gesellschaftsrecht; Hamburg)
Willkie Farr & Gallagher (Frankfurt): Dr. Patrick Meiisel (Steuerrecht), Susanne Zühlke (Kartellrecht; Brüssel)
tw partners Tepass Windisch (Frankfurt): Dr. Michael Tepaß (Arbeitsrecht) – aus dem Markt bekannt

Berater Amberger
Dr. Munzinger & Partner (Neuburg an der Donau): Dr. Dieter Munzinger – aus dem Markt bekannt

Berater Österreichische Post
Hengeler Mueller: Prof. Dr. Hans-Jörg Ziegenhain (Federführung; München), Dr. Steffen Oppenländer (beide M&A; London), Dr. Matthias Scheifele (Steuern; Frankfurt), Dr. Hans-Jörg Niemeyer (Beihilferecht/Kartellrecht; Brüssel), Dr. Martin Geiger (Finanzierung), Dr. Daniel Kress (Restrukturierung; beide London), Dr. Christian Hoefs (Arbeitsrecht; Frankfurt), Dr. Dirk Uwer (Öffentliches Recht), Dr. Andrea Schlaffge, Patrick Wilkening (beide IP/IT; alle Düsseldorf); Associates: Dr. Jakub Lorys, Dr. Daniel Engel, Dr. Daniel Illhardt, Dr. Georg Heiß (alle M&A; alle München), Marc Gossmann (Steuern; Frankfurt), Dr. Christian Kovács (Beihilferecht/Kartellrecht; Brüssel), Dr. Robert Rentsch (Arbeitsrecht; Frankfurt), Dr. Eva Frankenberger (IP/IT; Düsseldorf), Dr. Marc Roberts (Öffentliches Recht; Berlin), Dr. Deniz Tschammler (Öffentliches Recht; Düsseldorf)
Eisenberger & Herzog (Wien): Dr. Alric Ofenheimer (Federführung; Corporate), Dr. Jana Eichmeyer (Arbeitsrecht); Associates: Anna Kogler (Immobilienrecht; Graz), Arndt Blaschka (Corporate), Anna Spiegl (Arbeitsrecht; alle Rechtsanwaltsanwärter)
Inhouse Recht (Wien): Anneliese Ettmayer (Leiterin Recht)

Hintergrund: Die Brüder Martin und Christoph Schoeller ließen sich beim erneuten Kauf des Spezial-Logistikanbieters Transoflex von Jochen Winter beraten, der mit der Schoeller Holding seit Jahren vertraut ist. Der ehemalige Managing-Partner von Willkie berät seit seinem Ausscheiden Ende 2011 gelegentlich M&A-Transaktionen und nutzt dafür seine Kontakte aus der Frankfurter Zeit. So kamen die Willkie-Partner Zühlke und Meiisel sowie Tepaß in das Mandat.

Die Familie Amberger beriet die Kanzlei Dr. Munzinger & Partner aus dem oberbayerischen Neuburg. Dort unterhält Loxxess einen Standort mit 20.500 Quadratmetern.

Hengeler setzte sich bei der Österreichischen Post in einem Pitch gegen mindestens zwei Kanzleien für die Transaktion nach deutschem Recht durch. Lokale Rechtsfragen ließ das Unternehmen von Eisenberger bearbeiten. Corporate-Partner Ofenheimer beriet den Konzern bereits bei früheren Übernahmen, etwa beim Kauf von M&BM Express in Bulgarien. (Raphael Arnold)

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