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25.04.2016

Softwarepaket: HyPer geht mit Gütt Olk Feldhaus an Tableau

Tableau Software kauft das High Performance Datenbanksystem HyPer. Das Softwarepaket ist aus einem Forschungsprojekt der Technischen Universität München (TUM) entstanden und wird nun in die Produkte des US-Unternehmens integriert.

Attila Oldag

Attila Oldag

HyPer ermöglicht den Nutzern einen schnelleren Datenzugriff, da es Transaktionen und Analyseprozesse vereint. Es wurde erforscht am Lehrstuhl für Datenbanksysteme von Prof. Dr. Thomas Neumann und Prof. Dr. Alfons Kemper, gemeinsam mit den Doktoranden Tobias Mühlbauer, Wolf Rödiger, Viktor Leis und Jan Finis. Mit fortschreitendem Entwicklungsstadium stießen sie die Suche nach einem Käufer an. Für den Verkauf gründeten die Rechteinhaber die Zweckgesellschaft Celerata.

Die börsennotierte Tableau mit Hauptsitz in Seattle ist Anbieter von Self-Service-Software für Datenanalyse und hat bereits einen deutschen Standort in Frankfurt. Nach der Übernahme von HyPer wird nun in München ein weiterer Standort aufgebaut, mit einem Schwerpunkt auf Projektentwicklung.

Berater Celerata
Gütt Olk Feldhaus (München): Attila Oldag; Associate: Katalin Siklosi (beide Corporate/M&A)
Lexantis (Köln): Thomas Becker (IP/IT)
Stockum & Partner (Frankfurt): Marc Sälzer (Steuern)

Berater Tableau
SKW Schwarz (München): Stefan Schicker, Dr. Andreas Peschel-Mehner (Federführung; IP/IT), Dr. Stephan Morsch (M&A), Martin Greßlin (Arbeitsrecht); Associate: Marion Anzinger (M&A)

Hintergrund: Attila Oldag von der Münchner Kanzlei Gütt Olk Feldhaus beriet Ende 2015 unter anderem die Familie des Doktoranden Tobias Mühlbauer bei dem geplanten Börsengang des bayrischen Computermodulanbieters Congatec. Für den anstehenden Verkauf des Softwarepakets griff dieser nun mit den anderen Rechteinhabern auf den bestehenden Kontakt zur Kanzlei zurück.

Mit der Kölner Boutique Lexantis arbeitet Gütt Olk nicht zum ersten Mal zusammen. Es besteht eine Kooperation bei Transaktionen mit IP- und IT-rechtlichen Schnittstellen. Die enge Zusammenarbeit rührt von der gemeinsamen Vergangenheit der Partner bei Freshfields Bruckhaus Deringer. Lexantis hat sich als kleine Einheit auf technologiebezogene Transaktionen spezialisiert. Mit ihrem Fokus berät sie auch an Schnittpunkten zum Vergaberecht und Datenschutz.

Der Frankfurter Marc Sälzer von Stockum & Partner übernahm bei dieser Transaktion erstmalig den steuerrechtlichen Part für Gütt Olk Feldhaus. Der Kontakt besteht noch aus früheren Zeiten bei Shearman & Sterling. Die multidisziplinär aufgestellte Kanzlei Stockum & Partner berät vor allem im Transaktionssteuerrecht.

Die Mandatierung des Münchner Büros von SKW Schwarz durch Tableau ist zurückzuführen auf gezielte Mandanten-Akquise an der Westküste in den USA.

Uni-Ausgründungen nehmen derzeit an Fahrt auf: Jüngst beteiligte sich Aesculap, eine Tochter der B. Braun Melsungen, am Freiburger Start-up Neuroloop. Es war eine der bislang größten Corporate Venture Capital Investitionen im universitären Umfeld hierzulande. Orrick-Partner Dr. Sven Greulich beriet dabei erstmalig Aeasculap bei einer Investition, während Gerhard Manz von Friedrich Graf von Westphalen die Universität und die an der Gründung von neuroloop beteiligten Wissenschaftler unterstützte. (Anika Verfürth)

 

 

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