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10.05.2016

Hörakustik: Sonova wächst mit Fieldfisher, Stibbe und Homburger

Der Hörgerätehersteller Sonova kauft die niederländische Firma AudioNova. 830 Millionen Euro in bar zahlt das Unternehmen der niederländischen Beteiligungsgesellschaft HAL Investment für den Hörakustik-Dienstleister. Die Transaktion, die der Zustimmung der Regulierungsbehörden bedarf, werde mit einer Kombination aus Barmitteln und Fremdkapital finanziert, teilte die Schweizer Sonova mit.

Jan Hartmann

Jan Hartmann

Audionova mit Hauptsitz in Rotterdam betreibt rund 1.300 Fachgeschäfte in acht Ländern. 1926 gegründet, gehört das Unternehmen seit dem Jahr 2000 zur europäischen Investmenttochter der HAL Holding, einer internationalen Investmentgesellschaft mit Sitz in Curaçao. Für dieses Jahr erwartet Audionova einen Umsatz von rund 360 Millionen Euro.

Sonova, die ihren Hauptsitz im Kanton Zürich hat, ist ungleich größer: Mit rund 10.000 Mitarbeitern in 90 Ländern erwirtschaftete der Hörgerätehersteller zuletzt einen Umsatz von rund 2 Milliarden Schweizer Franken. 2014 erwarben die Schweizer bereits das Hamburger Unternehmen Hansaton Akustik mit rund 200 Mitarbeitern.

Berater Sonova
Fieldfisher (Düsseldorf): Jan Hartmann (Federführung), Sara Bandehzadeh (Hamburg), Marie Evrard (Brüssel), Christopher Mesnooh (Paris; alle Corporate), Dr. Sascha Dethof (Kartellrecht), Dr. Patrick Halfpap (Finanzierung), Prof. Dr. Alexandra von Bismarck (IP-Recht), Philipp Stricharz (Immobilienrecht; beide Hamburg), Dr. Stefanie Greifeneder (Regulierung/Compliance; München), Anne Kamp (Arbeitsrecht; Brüssel); Matthias Berger (IP-Recht; Hamburg); Associates: Aymeric De Lamotte, Charlotte Schaumans (beide Brüssel), Louis Leroy (Paris), Ulf Marhenke (Hamburg), Friederike Spaniol (Düsseldorf; alle Corporate), Gerard McElwee (Compliance), Hanne Snoeks (IP; beide Brüssel), Elodie Mehala (Arbeitsrecht; Paris)
Stibbe (Amsterdam): Heleen Kersten (Federführung; M&A), Christof Swaak (Kartellrecht), Marten de Bruin (Bank- und Finanzrecht), Paul Vesterin (Arbeitsrecht), Judica Krikke (IP-Recht), Gérald Origer (Finanzierung; Luxemburg), Meltem Koning-Güngörmez (Corporate Litigation), Emile Bongers (Steuerrecht; Dubai); Associates: Valérie van ‚t Lam (Umweltrecht), Annemarie Drahmann (Öffentliches Recht), Christien Saris (Compliance), Hannes Biermann (IP-Recht), Frédéric François (TMT), Boris Cammelbeeck (Mietrecht), Frédéric Pilorget (Corporate; Luxemburg)
Homburger (Zürich): Jürg Frick (Finanzmarktrecht), Dieter Grünblatt (Steuerrecht), Eduard De Zordi; Associate: Simone Gloor (beide Bank- und Finanzrecht)
Inhouse Recht (Stäfa): Patrick Büchli (General Counsel)

Klaas de Vries

Klaas de Vries

Berater HAL Investment
De Brauw Blackstone Westbroek (Amsterdam): Klaas de Vries (Federführung); Associates: Lennard Keijzer, Willemijne Adank, Rick van ‚t Wout, Menno Ploeg (alle Corporate) Henk van Ravenhorst (Steuerrecht), Klaas Versteeg, Rob van den Sigtenhorst, Chantal de Graaf (alle Corporate Litigation/Abritration), Remon van Saane, Lodewijk Pessers, Max van Drunen (M&A/Real Estate), Gertjan Harryvan, Esther Huijzer
Hengeler Mueller (Düsseldorf): Thomas Meurer (Federführung) Christian Möller (beide Corporate/M&A), Alf-Henrik Bischke (Fusionskontrolle), Christian Hoefs (Arbeitsrecht; Frankfurt), Katharina Wodarz (Gesundheitsrecht; Berlin) Associates: Dominik Heß, Ute König, Anika Gilberg (alle Corporate/M&A), Vicki Treibmann, Susanne Walzer (Frankfurt; beide Arbeitsrecht)

Berater Banken
Bär & Karrer (Zürich): Dr. Till Spillman (Bank – und Kapitalmarktrecht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Corporate-Partner de Vries von der niederländischen Sozietät De Brauw war schon häufiger an der Seite von HAL Investment zu sehen. Für die Verkaufsvorbereitung und Due Dilligence arbeitete er mit der Best Friend Kanzlei Hengeler zusammen, die auch schon früher für die Mandantin tätig war.

Auch der Kontakt zwischen der Käuferin Sonova und Fieldfisher-Kartellrechtler Sascha Dethof besteht seit Längerem. Hier kam Fieldfisher mit einem großen standortübergreifenden Team unter der Federführung des Corporate-Partners Jan Hartmann zum Einsatz. Auch Anwälte aus Frankreich und Belgien waren eingebunden. Hartmann war 2015 mit Patrick Halfpap von Aderhold gekommen.

Für die Due Diligence an den anderen Standorten von AudioNova wurden unter anderem das polnische Büro von Wolf Theiss sowie die dänische Sozietät Lett Advokatfirma mandatiert. Für alle Fragen des niederländischen Rechts war aufseiten von Sonova Stibbe zuständig. Ernst &Young übernahm die Finanz- und Steuerberatung.

Jürg Frick

Jürg Frick

Fragen des Schweizer Rechts klärte Homburger. Die Schweizer Kanzlei begleitete Sonova bereits 2007 bei dem Versuch, mit der dänischen Wettbewerberin GNResound zu fusionieren und berät die börsennotierte Mandantin regelmäßig aus unterschiedlichen Fachbereichen heraus. Im aktuellen Deal war Homburger-Partner Frick für die Akquisitionsfinanzierung zuständig, die Second Tier Sicherheit stellt ein Konsortium an Schweizer Banken, das wiederum von Bär & Karrer beraten wurde. Die Credit Suisse fungierte als M&A-Beraterin. Bei Sonova selbst war dem Vernehmen nach neben dem General Counsel Büchli auch Group Treasurer Christian Kelly maßgeblich mit der Transaktion und ihrer Finanzierung befasst.

Als Sonova vor zwei Jahren die Hamburger Firma Hansaton erwarb, stand der verkaufenden Inhaberfamilie Fischer ein Team der Hamburger Kanzlei Leo Schmidt-Hollburg Witte & Frank zur Seite. MDS Mörhle deckte steuerliche und wirtschaftliche Aspekte ab. Seit Mitte April firmiert diese Sozietät unter Möhrle Happ Luther. (Sonja Behrens)

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