Artikel drucken
30.06.2016

Schiffskredite: HSH-Eigentümer übernehmen mit Linklaters Milliarden-Portfolio

Hamburg und Schleswig-Holstein haben der HSH Nordbank ein Schiffskreditportfolio für 2,4 Milliarden Euro abgekauft. Die beiden Mehrheitseigentümer hoffen dadurch leichter einen Käufer für die angeschlagene Landesbank zu finden. Wenn nicht, muss die HSH ab 2018 abgewickelt werden, darauf hatten sich die EU-Kommission mit den Eigentümern im vergangenen Jahr geeinigt.

Andreas Steck

Andreas Steck

Für die Übernahme gründeten Hamburg und Schleswig-Holstein zunächst die Zweckgesellschaft HSH Portfoliomanagement AöR, die nun die Kredite für 256 Containerfrachter und Öltanker kauft. In den Büchern der Bank steht das Portfolio noch mit einem Wert von rund fünf Milliarden Euro, den daraus entstehende Verlust von 2,6 Milliarden Euro rechnet die HSH gegen die Garantie ab, die im Rahmen der Bankrettung 2009 vereinbart worden war.

Mit dem jetzigen planmäßigen Verkauf trennt sich die HSH von rund der Hälfte ihrer notleidenden Kreditportfolien im Schiffsbereich. Bis Mitte nächsten Jahres will die Landesbank entsprechend der EU-Entscheidung weitere notleidende Kredite aus den Jahren vor 2009 verkaufen, die aus den Bereichen Schifffahrt, Immobilien und Flugzeugfinanzierung stammen. Danach steht erst der eigentliche Verkaufsprozess auf dem Plan.

Berater Stadt Hamburg und Land Schleswig-Holstein
Linklaters (Frankfurt): Andreas Steck (Bankaufsichtsrecht), Dr. Jan Endler (beide Federführung; EU-Beihilfenrecht/Öffentliches Recht; Berlin), Dr. Thomas Nießen (Düsseldorf), Mario Pofahl (beide Corporate), Marc Trinkaus (Bank- und Finanzrecht), Dr. Michael Ehret (Steuerrecht), Oliver Rosenberg (Steuern; Düsseldorf), Dr. Daniel Pauly (Outsourcing), Barbara Lauer (Kapitalmarktrecht), Dr. Detlev Schuster (Berlin), Dr. Sören Stöwe (Düsseldorf; beide Corporate), Kristina Zych (EU-Beihilfenrecht/Öffentliches Recht; Berlin), Kirsten Placke (Steuern; Düsseldorf); Associates: Andreas Dehio, Simon Staude, Britta Koch (alle Bankaufsichtsrecht), Rico Kaßmann, Anne Dreessen (beide Öffentliches Recht; beide Berlin), Dr. Ingemar Karthäuser (Outsourcing), Jördis Harbeck (Kapitalmarktrecht), Johanna Pflug (Corporate), Przemyslaw Lipin, Michael Schnurr (beide Bank- und Finanzrecht), Marc Christ (Steuerrecht), Martin Otto (EU-Beihilfenrecht/Öffentliches Recht, Berlin)

Patrick Cichy

Patrick Cichy

Berater HSH Nordbank
Freshfields Bruckhaus Deringer (Hamburg): Dr. Patrick Cichy (Federführung), Dr. Marius Berenbrok, Dr. Torsten Schreier (alle Gesellschaftsrecht/M&A, Frankfurt), Dr. Christoph Gleske, Dr. Michael Josenhans (beide Bank- und Finanzrecht), Dr. Alexander Glos (Bankaufsichtsrecht; alle drei Frankfurt), Dr. Alexander Schwahn (Steuerrecht), Dr. Andreas von Bonin (Kartellrecht; Brüssel), Prof. Dr. Klaus-Stefan Hohenstatt (Arbeitsrecht); Associates: Dr. Arne Krawinkel, Mirko Masek, Dr. Juliane Jacobsen, Dr. Felix Scheder-Bieschin, Dr. Heiko Jander-McAlister, Dr. Christian Kutschmann, Dr. Moritz von Hesberg, Max Alles, Marius Scherb, Simon Funk (alle Gesellschaftsrecht/M&A), Birgit Schulz, Dr. Sébastien Seele (beide Bank- und Finanzrecht), Ulrich Heuschkel (Bankaufsichtsrecht), Andy Laatsch (Steuerrecht), Aylin Guenay (Brüssel), Merit Olthoff (beide Kartellrecht, Berlin), Dr. Thorben Klopp (Arbeitsrecht), Dr. Thomas Voland (Öffentliches Wirtschaftsrecht, Berlin)
Inhouse Recht (Kiel): Dr. Michael Berghaus (Leiter Recht), Dr. Sascha Engelbach – aus dem Markt bekannt

Berater HSH-Aufsichtsrat
Gleiss Lutz (Hamburg): Dr. Fred Wendt (Gesellschaftsrecht/M&A)

Berater J.P. Morgan
Clifford Chance: Dr. Bettina Steinhauer (Frankfurt), Barbara Mayer-Trautmann (München, beide Federführung), Dr. Marc Benzler, Dr. Oliver Kronat (beide Frankfurt; alle Bank- und Kapitalmarktrecht), Dr. Joachim Schütze (Corporate/Kartellrecht; Düsseldorf),Dr. Felix Mühlhäuser (Steuerrecht), Dr. Frank Scholderer (Corporate), Dr. David Elshorst (Real Estate; alle Frankfurt); Associates: Dirk Brouwers (Bank- und Kapitalmarktrecht; Frankfurt), Anne Filzmoser (Corporate/Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Heiko Kermer (Steuerrecht; Frankfurt)

Hintergrund: Linklaters berät die Stadt Hamburg und das Land Schleswig-Holstein seit 2013 und half ihnen etwa auch in dem Ende 2015 abgeschlossenen EU-Beihilfeverfahren. Bei den ursprünglichen Stützungsmaßnahmen der Länder 2009 hatten die Aktionäre noch ein White & Case-Team um den Hamburger Partner Dr. Volker Land an ihrer Seite.

Freshfields dagegen begleitet die HSH während des gesamten Komplexes. Der Aufsichtsrat holte sich im Februar zusätzlich den Hamburger Gleiss-Partner Wendt beratend an die Seite.

Clifford Chance wiederum begleitet J.P. Morgan bei der Finanzierung des Erwerbes, der noch einen Umfang von bis zu 6,2 Milliarden Euro erreichen kann.

Beurkundet wurde die Transaktion JUVE-Informationen zufolge von Dr. Robert Diekgräf aus dem Notariat am Alstertor in Hamburg. (Christine Albert)

Die Nachricht wurde am 12.Juli 2016 ergänzt

  • Teilen