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18.08.2016

Stahlfässer: Fields setzt bei Kauf von Plastic Omnium-Tochter auf Corelegal

Sulo Emballagen ist verkauft. Der Hersteller von Sicherheitsfässern geht in das Portfolio der niederländischen Industrieholding Field über. Bislang gehörte das nordrhein-westfestfälische Unternehmen zum französischen Konzern Plastic Omnium.

Lars Barth

Lars Barth

Sulo Emballagen stellt im ostwestfälischen Herford Industrieverpackungen aus Stahl für Gefahrgüter, Lebensmittel und die Mineralölindustrie her. Bis Ende August 2014 hatte das Unternehmen noch einen zweiten Standort in Rheinland-Pfalz. Nach dessen Schließung wurde Produktion vollständig in die modernere Fabrik nach Herford verlagert.

Die französische Mutter Plastic Omnium, mit rund 26.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 6 Milliarden Euro ein Schwergewicht in der Automobilzulieferindustrie und im Umweltsektor, hatte die deutsche Tochter vor Monaten per Bieterverfahren zum Verkauf gestellt.

Die neue Eignerin von Sulo Emballagen, die Private-Equity-Firma Fields, investierte schon bei anderer Gelegenheit in deutsche Unternehmen. Im vergangenen Jahr erwarb sie beispielsweise auch vom Insolvenzverwalter Martin Mucha den Linoleum-Hersteller Armstrong DLW im Zuge einer übertragenden Sanierung. Der Übernahme von Sulo Emballagen müssen die Kartellbehörden noch zustimmen.

Berater Fields
Corelegal (München): Lars Barth, Michael Järkel

Weber_Markus

Markus Weber

Berater Plastic Omnium
Jones Day (Düsseldorf): Ansgar Rempp, Dr. Markus Weber (beide Federführung), Adriane Sturm (München; alle M&A), Dr. Nicole Kadel (Immobilienrecht), Dr. Holger Neumann (Umweltrecht), Dr. Markus Kappenhagen (Arbeitsrecht), Dr. Klaus Herkenroth (Steuerrecht; alle Frankfurt); Associates: Dr. Olaf Hohlefelder (München), Dr. Stella Greisbach (beide M&A), Dr. Verena Alof (Immobilienrecht; Frankfurt)
Inhouse Recht (Paris): Odile Descamps (Legal Vice President Corporate) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Es war bereits die zweite Transaktion, die die Münchner Boutique Corelegal für Fields abschließen konnte. Zuletzt war sie auch beim Zukauf von Armstrong DLW zum Einsatz gekommen. Die Kanzlei, die häufiger auf Käuferseite agiert, wurde vor rund drei Jahren von den hier involvierten Partnern Barth und Järkel gegründet. Järkel brachte seinerzeit schon Erfahrung auf Investorenseite mit, schließlich war er zuvor bei der Starnberger Beteiligungsgesellschaft Arques Industries sowie als General Counsel bei seiner früheren Mandantin Aurelius tätig. Corelegal deckt neben dem Transaktionsgeschäft auch klassische Corporate-Beratung und Litigation für Arbeitgeber und Gesellschafter ab.

Das Jones Day-Team hingegen war erstmalig für ihre Mandantin tätig. Der Kontakt zum französischen Großunternehmen kam auf Empfehlung eines koreanischen Anwalts zustande. Neben dem Deutschlandchef Rempp war hier auch of Counsel Weber in der Federführung. Weber war 2012 von Orrick Hölters & Elsing (heute Orrick Herrington & Sutcliffe) in das seinerzeit noch junge Düsseldorfer Büro von Jones Day gewechselt.

Für die Käuferseite war nach JUVE-Informationen auch der Münchner Steuerberater Rainer Kröll von GKK Partners tätig. Notariell beurkundet wurde die Transaktion von dem Notariat Schwab Weiler. (Sonja Behrens)

 

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