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21.10.2016

Fokus Kerngeschäft: ZF verkauft Cherry an PwC Legal-Mandantin Genui

Der Technolgiekonzern ZF Friedrichshafen hat Cherry verkauft, einen Hersteller für Computereingabegeräte. Käufer ist die Beteiligungsgesellschaft Genui mit Sitz in Hamburg. Die Übernahme soll voraussichtlich im November dieses Jahres vollzogen werden. Für die Transaktion ist keine regulatorische Freigabe erforderlich.

Gerhard Wacker

Gerhard Wacker

Dem Verkauf war ein Carve-Out vorausgegangen. Die Cherry-Gruppe, die ZF im Jahr 2008 übernommen hatte, wurde vor der Transaktion ausgegliedert und ist seit Anfang dieses Jahres selbstständig am Markt tätig. Als Begründung für den Verkauf gab ZF an, sich künftig stärker aufs Kerngeschäft konzentrieren zu wollen.

Cherry produziert vor allem Schalter für mechanische Tastaturen und möchte sich weiter im Markt für PC-Spiele positionieren. Das Unternehmen beschäftigt 380 Mitarbeiter, davon 280 am Hauptsitz im oberpfälzischen Auerbach. Weitere Standorte hat die Gruppe in China und in den USA. Cherry erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 80 Millionen Euro.

Käuferin ist die Hamburger Beteiligungsgesellschaft Genui, über die Unternehmen und Investmentexperten sich an mittelständischen Firmen im deutschsprachigen Raum beteiligen. Dem Verkauf war ein Bieterverfahren vorausgegangen. Über weitere Bieter ist derzeit noch nichts bekannt.

Als alleinige Kreditgeberin stellte die Bank SEB die Finanzierung.

Ingo Strauss

Ingo Strauss

Berater Genui
PricewaterhouseCoopers Legal: Gerhard Wacker (Nürnberg), Dr. Steffen Schniepp (Stuttgart; beide Federführung), Arne Ferbeck, Dr. Andreas Eckhardt (beide Arbeitsrecht; beide Hamburg), Dr. Christian Hensel (Corporate/M&A; Stuttgart), Moritz Gröning (Finanzierung; Berlin), Hubertus Kleene (Kartellrecht; Düsseldorf); Associates: Dr. Nils Brügmann, Irina Grillmeier, Florian Holfeld, Dr. Cordula Giesecke (alle Corporate/M&A; alle Stuttgart), Raffael Cammareri (Corporate/M&A; Nürnberg), Philipp Thönnes (Kartellrecht; Düsseldorf)
Deloitte (Hamburg): Andrea Bilitewski, Mark Heinemann (beide Steuern)

Berater ZF Friedrichshafen
Baker & McKenzie (Düsseldorf): Dr. Ingo Strauss (Federführung), Dr. Heiko Gotsche, Dr. Barbara Deilmann, Christian Atzler (Frankfurt; alle Corporate/M&A), Dr. Christian Reichel, Dr. Hagen Köckeritz (beide Arbeitsrecht; beide Frankfurt), Dr. Benjamin Koch (IP; München), Dr. Holger Lutz (IT; Frankfurt), Christian Horstkotte (Kartellrecht; Düsseldorf); Associates: Jana Upschulte, Dr. Janina Schreiber (beide Corporate/M&A; beide Düsseldorf)
Inhouse Recht (Schweinfurt): Michael Georgi (Leiter Recht für E-Mobility), Frank Jaeger (Leiter Recht), Kathrin Dotzel (Legal Counsel)

Berater SEB
Ashurst (Frankfurt): Anne Grewlich, Dr. Oliver Hahnelt (beide Federführung), Dr. Philip Cavaillès (Corporate); Associate: Dr. Jan Heinemann (alle Finanzierung)

Hintergrund: PwC Legal war zwar das erste Mal für Genui tätig. Als die Hamburger Beteiligungsgesellschaft vor rund einem Jahr 75 Prozent der Anteile des Fashionette-Betreibers Luxury Fashion Trade erwarb, hatte PwC-Partner Gerhard Wacker jedoch die Verkäuferin Fashionette federführend beraten. Auf Seiten von Genui stand damals Paul Hastings. Zudem hat Wacker gute Kontakte zu Genui-Partner Dr. Oliver Serg.

Nach dem Kauf der Rexroth-Sparte von Bosch ist Baker-Partner Ingo Strauss zum zweiten Mal im Zuge einer Transaktion für ZF Friedrichshafen in Erscheinung getreten. Die Kanzlei gehört zum Panel des Friedrichhafener Unternehmens. Da die Cherry-Gruppe Standorte in mehreren Ländern betreibt, waren weitere Baker-Anwälte aus Paris, Hongkong, London, Chicago und Shanghai mit dem Mandat betraut. (Daniel Lehmann)

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