Artikel drucken
28.11.2016

10-Milliarden-Euro-Fonds: ICBC vertraut bei Europa-Projekt auf Clifford

Es ist einer der größten Investmentfonds, der jemals für Infrastrukturprojekte aufgelegt wurde: Der von Hongkong aus gemanagte Fonds Sino CEE soll ein Volumen von zehn Milliarden Euro erreichen. Seine Investmentziele werden entlang der ‚Neuen Seidenstraße‘ zwischen Asien und Europa liegen. Die Federführung liegt bei der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC). 

Frank Scholderer

Frank Scholderer

Hinter der neu gegründeten Sino-CEEC Financial Holding Company mit Sitz in Hongkong stehen als Gesellschafter chinesische und asiatische Investoren. Die Hongkonger Firma fungiert als Investmentmanager für den milliardenschweren Fonds. Für jenen wiederum wurde ein luxemburgische Tochter gegründet, die als Managementgesellschaft für den Sino CEE Fonds agiert.

Auf Bankenseite hat die Großbanktochter ICBC Asia die Federführung, laut der Presseagentur Reuters sind auch China Life Insurance sowie Fosun involviert. Die Infrastrukturprojekte des Fonds sollen in Mittel- und Osteuropa liegen und mithilfe von chinesischem Equipment realisiert werden. Die entsprechenden Targets wird nach JUVE-Informationen eine Münchner Firma ausmachen, die das Hongkonger Fondsmanagement unterstützt.

Stefanie Tetz

Stefanie Tetz

Berater ICBC
Clifford Chance: Tim Wang (Corporate), Ying White (Investmentfonds; beide Peking; beide Federführung), Dr. Frank Scholderer (Frankfurt), Dr. Stefanie Tetz (München; beide Corporate), Dr. Gregor Evenkamp (Aufsichtsrecht), Cornelia Thaler (Immobilienrecht; beide Frankfurt), Joëlle Hauser, Paul van den Abeele (beide Investmentfonds; beide Luxemburg), Mark Shipman (Corporate; Hongkong), Simon Crown (Finanzierung; London), Avrohom Gelber (Steuerrecht; New York), Augustin de Longeaux (Investmentrecht; Luxemburg), Dr. Alexandra Uhl (Aufsichtsrecht); Associates: Dr. Philipp Schäuble (Arbeitsrecht; beide Frankfurt), Martin Barlösius, Dorothea Schimmel (beide Immobilienrecht; beide München), Carina Soesanto, Ömer Cilingir (beide Corporate; beide Frankfurt), Rebecca Pereira (Steuern; New York)

Hintergrund: Zum Team von Clifford gehörten außerdem Juristen aus Prag und Warschau. Hierzulande laufen die Fäden bei dem Fonds-Experten Frank Scholderer und der Leiterin des China-Desks, Stefanie Tetz, zusammen. Das Mandat kam über die Partner in Peking zustande, die regelmäßig für ICBC tätig sind. Das US-Steuerteam überprüfte hier zudem die Steuerregelungen in den Fondsunterlagen.

Im vergangenen Jahr war Clifford-Partner Jörg Rhiel für die chinesische Großbank im Einsatz, als sie mit der deutschen Reederei Bernhard Schulte ein Joint Venture aufsetzte, um Spezialschiffe für Offshoreprojekte zu betreiben. (Sonja Behrens)

  • Teilen