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18.11.2016

Neue Keditlinie: DuMont vertraut auf Ashurst bei Unternehmensfinanzierung

Die DuMont Mediengruppe hat ihre Konzernfinanzierung neu aufgestellt und eine syndizierte Kreditlinie in niedriger dreistelliger Millionenhöhe vereinbart. Das begleitende Bankenkonsortium setzte sich aus den Instituten Commerzbank, UniCredit, BayernLB, Deutsche Bank, Kreissparkasse Köln und Sparkasse KölnBonn zusammen.

Oliver Hahnelt

Oliver Hahnelt

Das Finanzierungspaket umfasst eine Betriebsmittellinie und gewährt Spielraum, um gegebenenfalls Zukäufe finanzieren zu können. Die Firmengruppe – zu der unter anderem die Publikationen Kölner Stadt-Anzeiger, Berliner Zeitung, Mitteldeutsche Zeitung und Hamburger Morgenpost gehören – möchte sich vor allem im digitalen Geschäft noch breiter aufstellen. Über die Venture-Fonds Capnamic und DuMont Venture investiert sie in unterschiedliche Start-Ups, nicht nur aus dem Medienbereich.

DuMont, ein Kölner Familienunternehmen mit rund 3.300 Mitarbeitern, hat ihren seit 2014 laufenden Umstrukturierungsprozess mittlerweile auch gesellschaftsrechtlich abgebildet: Nach der Verschmelzung von zwei Holdinggesellschaften firmiert sie als DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG. Ihr Gesamtumsatz lag im vergangenen Jahr bei rund 546 Millionen Euro.

Berater DuMont
Ashurst (Frankfurt): Dr. Oliver Hahnelt (Federführung), Dr. Endrik Kramski; Associates: Dr. Jan Heinemann, Paul Luksch (alle Finanzierung)
Inhouse Recht (Köln): Christian Musiol

Berater Banken
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt); Dr. Frank Laudenklos (Federführung); Associates: Dr. Simon Reitz, Alexander Hoffmann, Alexander Pospisil (alle Bank- und Finanzrecht)

Hintergrund: Ashurst war mit der Refinanzierung hier erstmalig für die DuMont-Gruppe tätig. Die Mandatierung erfolgte über einen direkten Kontakt zwischen dem Finanzvorstand Stefan Hütwohl und dem federführenden Counsel Hahnelt. Der Frankfurter Ashurst-Anwalt war zuletzt regelmäßig im Duo mit Finanzierungspartnerin Anne Grewlich zu sehen, etwa bei der Beratung der Beteiligungsfirma Rantum Capital oder auf Seiten der Banken, als der schwedische Private-Equity-Investor EQT sich die Mehrheit an dem Online-Händler Kfzteile24 sicherte.

Freshfields wurde von der Commerzbank an Bord geholt, mit der sie seit vielen Jahren im Bereich Unternehmensfinanzierungen zusammenarbeitet. Laudenklos ist neben der Corporate Finance-Beratung auch bei Akquisitionsfinanzierungen aktiv. So beriet er im Sommer den Münchner Dax-Konzern Infineon beim Erwerb von Wolfspeed Power zur Übernahmefinanzierung. (Sonja Behrens)

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