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23.01.2017

High-Yield-Bond: Hapag-Lloyd emittiert Anleihe mit White & Case

Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat eine Anleihe über 250 Millionen Euro platziert. Begleitet wurde sie dabei von einem Bankenkonsortium, das von der Berenberg Bank, der Deutschen Bank und der Credit Suisse Group angeführt wurde.

Rebecca Emory

Rebecca Emory

Zunächst hatte Hapag-Llyod nur eine Emission in Höhe von 150 Millionen Euro vorgesehen. Doch aufgrund der hohen Nachfrage wurde der High-Yield-Bond um 100 Millionen Euro aufgestockt. Die unbesicherten Wertpapiere, die an der Börse Luxemburg gelistet sind, haben eine fünfjährige Laufzeit und eine Festverzinsung über 6,75 Prozent.

Ein Teil der Einnahmen dient zur Ablöse einer früheren US-Dollar-Anleihe, der Rest soll unter anderem für die Liquidierung anderweitiger Finanzverbindlichkeiten verwendet werden.

Hapag-Lloyd hatte im vergangenen Jahr einen Schulterschluss mit der Konkurrentin United Arab Shipping Company bekanntgegeben. Sofern die Transaktion gelingt, sind die arabischen Partner mit 28 Prozent künftig größter Anteilseigner von Hapag-Lloyd. Die EU-Kommission hatte im November schon unter Auflagen grünes Licht für die Fusion gegeben.

Berater Hapag Llyod
White & Case (Frankfurt): Rebecca Emory (Federführung), Gernot Wagner (beide Kapitalmarktrecht), Dr. Bodo Bender, Raymond Simon (New York; beide Steuern), Karsten Wöckener (Kapitalmarktrecht), Vanessa Schürmann (Bankrecht), Karl-Joerg Xylander (Wirtschaftsstrafrecht), Prof. Norbert Wimmer (beide Berlin), Douglas Hasley (Miami; beide Regulierung), Alexander Born (Steuern); Associates: Robert Zehbe, Marissa Florio, Michael Byrd (alle Kapitalmarktrecht), Shea Thompson (Steuern; New York)
Inhouse Recht (Hamburg): Thomas Mansfeld (General Counsel/Chief Compliance Officer), Dr. Martin Greiser (Corporate Counsel) – aus dem Markt bekannt

Marco Carbonare

Marco Carbonare

Berater Banken
Linklaters (Frankfurt): Dr. Marco Carbonare (Federführung; Kapitalmarktrecht), Stephan Oppenhoff (Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Michael Ehret (Steuerrecht), Mark Hageman (Banking; London), Ulli Janssen (Gesellschaftsrecht/M&A), Kevin Roy (Kapitalmarktrecht; Berlin); Associates: Dr. Cornelius Wilk (Gesellschaftsrecht/M&A), Charles Eypper, David Santoro, Daria Latysheva, Ariel Berkower (alle Kapitalmarktrecht), Marc Christ, Philip Jaworskyj (New York), Gabriel Grossman (London; alle Steuerrecht)
Inhouse Recht (Berenberg; Frankfurt): Christian Woeckener-Erten, Marc Gei – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Linklaters setzte sich in einem Pitch für das Mandat bei den Konsortialbanken durch. Kapitalmarktrechtler Carbonare gehörte nach JUVE-Recherchen auch zu dem Team, das vor Kurzem zur milliardenschweren Pflichtwandelanleihe von Bayer auf Seiten der Banken beriet. Zudem mandatierte ihn der Baustoffkonzern HolcimLafarge im vergangenen Jahr zur Platzierung von US-Dollar-Bonds.

Das White & Case-Team Emory und Wagner hatte Hapag-Llyod bereits beraten, als beide noch bei Allen & Overy tätig waren. So begleiteten sie die Reederei beispielsweise 2013 bei der Platzierung einer Hochzinsanleihe über 250 Millionen Euro, der wenig später ein High-Yield-Bond über 150 Millionen Euro folgte. Von White & Case aus unterstützte das Team 2014 einen weiteren Bond sowie den Börsengang von Hapag-Lloyd aufseiten der Banken.

Neben seiner Expertise im Corporate-Bond-Bereich verfügt das Duo auch über enge Bande in den Schweizer Markt. Ebenfalls unter Emorys Federführung wurde White & Case jüngst von der Credit Suisse und UBS zur Kapitalerhöhung der Meyer Burger Technology mandatiert. Die Bankenberatung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Schweizer Großkanzlei Bär & Karrer. Das Technologieunternehmen selbst setzte bei dem Rekapitalisierungsprogramm nach JUVE-Informationen auf ein Team von Meyerlustenberger Lachenal. (Sonja Behrens)

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