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28.03.2017

Milliarden für Siemens: Clifford und Allen & Overy begleiten Dollar-Anleihe

Siemens hat sich erneut Geld im US-Markt besorgt. Mit einem Gesamtvolumen von 7,5 Milliarden Dollar handelt es sich um die bisher zweitgrößte Anleiheplatzierung des Technologiekonzerns. Begleitet wurde sie von der Deutschen Bank als koordinierender Bank sowie von BNP Paribas, Citigroup, HSBC, JP Morgan und RBS.

Sebastian Maerker

Sebastian Maerker

Siemens emittierte Bonds mit Laufzeiten zwischen drei und dreißig Jahren. Bei den drei- und fünfjährigen Laufzeiten gibt es jeweils Tranchen mit variabler und mit fester Verzinsung. Aufgrund der hohen Nachfrage war Siemens mit den Zinsvereinbarungen anschließend zufrieden.

Mit dem Emissionserlös sollen Kredite bedient und die Übernahme des US-Softwarehauses Mentor Graphics finanziert werden. Diese schlägt mit 4,5 Milliarden Dollar zu Buche. Zudem bereitet der Konzern den Börsengang seiner Medizintechniksparte Healthineers vor. Dieser dürfte einiges Aufsehen erregen, denn die Sparte steht für einen Umsatz von 13,5 Milliarden Euro. Es könnte aber auch sein, dass es keinen Börsengang gibt und die Sparte stattdessen verkauft wird. Es läuft ein Dual-Track-Verfahren.

Berater Siemens
Inhouse Recht (München): Dr. Hartmut von Schwerin, Henriette Koegel – aus dem Markt bekannt
Clifford Chance (Frankfurt): Sebastian Maerker, Dr. George Hacket (US-Recht), Jurgen van der Meer (niederländisches Recht), Barbora Moring (US-Recht); Associates: Dr. Christian Köhler (deutsches Recht), Tom Smeele (Amsterdam; alle Bank -und Kapitalmarktrecht)

Marc Plepelits

Marc Plepelits

Berater Bankenkonsortium
Allen & Overy (Frankfurt): Marc Plepelits (US Corporate Finance), Christoph Enderstein (International Capital Markets), Dr. Heike Weber (Steuerrecht); Associates: Martin Schmidt, Timothy Knauff, Rita Thomas (alle US Corporate Finance), Caroline Lapidus (Steuerrecht; New York)

Hintergrund: Der US-Corporate-Finance-Experte Plepelits flankierte auf Bankenseite auch die beiden vorangegangenen großen Kapitaltransaktionen von Siemens. Auf Unternehmensseite trifft er auf ebenso erfahrene Rechtsberater: Intern sind die beiden US-Anleihe-Experten Dr. Hartmut von Schwerin und Henriette Koegel langjährig dafür verantwortlich, und in der Kapitalmarktpraxis von Clifford ruht das Siemens-Finanzierungsmandat maßgeblich auf den Schultern von Hacket und Maerker. Maerker hatte schon 2006 die erste Ausgabe von US-Anleihen begleitet. 

Bei Siemens wurden Ende vergangenen Jahres einige Verantwortlichkeiten im Vorstand neu sortiert. Seitdem untersteht die Abteilung Mergers & Acquisitions dem Finanzvorstand Ralf Thomas. Zuvor war sie bei CEO Joe Kaeser angesiedelt. Gemeinsam mit den Kartellrechtlern konnte die Abteilung jüngst eine Freigabe für den Zusammenschluss der Windkraftsparten von Siemens und dem spanischen Wettbewerber Gamesa erreichen.

Der Abschluss der Übernahme der US-Firma Mentor Graphics wird für das zweite Quartal erwartet. Den Ausgliederungsprozess der Healthcare-Sparte unterstützten im vergangenen Jahr Hengeler Mueller und Latham & Watkins. Damit dürften sie sich auch für eine mögliche IPO-Begleitung in die Poleposition gebracht haben. (Sonja Behrens)

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