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02.03.2017

Noch ein US-Deal: Henkel will mit Latham den Verpackungs-Spezialisten Darex kaufen

Henkel will in den USA zukaufen. Der Düsseldorfer Persil-Hersteller hat ein verbindliches Angebot für die Übernahme des US-Beschichters Darex Packaging unterbreitet, das bislang der GCP Applied Technologies gehört. Der Kaufpreis inklusive Verbindlichkeiten beläuft sich auf knapp 1 Milliarde Euro. Die Transaktion bedarf behördlicher Genehmigungen.

Harald Selzner

Harald Selzner

Die im US-Bundesstaat Massachusetts ansässige Firma Darex Packaging stellt Abdichtungen und -beschichtungen für Metallverpackungen her, vor allem Getränke- und Lebensmitteldosen. Mit rund 700 Mitarbeitern in 19 Ländern erwirtschaftete Darex zuletzt einen Umsatz von rund 285 Millionen Euro. Das heißt, der Kaufpries von 995 Millionen beträgt etwa das Dreifache des Umsatzes. 

Die bisherigen Eigentümerin GCP Applied Technologies erwartet den Abschluss der Transaktion für Mitte des Jahres, vorher werden Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften konsultiert. GCP ist selbst erst Anfang vergangenen Jahres aus der Aufspaltung des Traditionsunternehmens W. R. Grace & Co entstanden. Der andere Teil firmiert nun unter Grace.

Henkel beschäftigt rund 50.000 Mitarbeiter weltweit und erzielte zuletzt 18 Milliarden Euro Umsatz. Für den Konzern ist es nicht der erste US-Zukauf. Erst im vergangenen Jahr hatten die Düsseldorfer für 3,2 Milliarden Euro auch den Wasch- und Reinigungsmittelhersteller Sun erworben.

Berater Henkel
Latham & Watkins: Dr. Harald Selzner (Düsseldorf), Ted Keim (Chicago), Dr. Martin Neuhaus (Düsseldorf; alle Corporate/M&A), Charles-Antoine Guelluy (Paris), Robin Struve (Chicago), Catherine Drinnan (London), Dr. Tobias Leder (München; alle Arbeitsrecht), Diana Doyle (Steuerrecht; Chicago), David Kuiper (IP/IT; Orange County), Joachim Grittmann (Umwelt/Öffentliches Recht; Frankfurt); Associates: Dr. Tim Odendahl (Düsseldorf), Daniel Breslin, Emily Stegich (beide Chicago; alle Corporate/M&A), Jared Grimley (Steuerrecht; Houston), Shaun Thompson (Arbeitsrecht; London), Alexander Wilhelm (Umwelt/Öffentliches Recht; Frankfurt), Gerrit Henze, Florian Doepking (beide Corporate/M&A; beide Düsseldorf)
Cleary Gottlieb Steen & Hamilton (Köln): Dr. Romina Polley (Kartellrecht) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (Düsseldorf): Hanno Brenningmeyer – aus dem Markt bekannt

Gregor Dornbusch

Gregor Dornbusch

Berater GCP Applied Technologies / Darex Packaging
Wachtell, Liption, Rosen & Katz – aus dem Markt bekannt
Baker & McKenzie: Mark Paul (Washington; Federführung), Dr. Thomas Wernicke (beide Corporate), Dr. Gregor Dornbusch (Arbeitsrechtt); Associates: Dr. Lena Kern, Dr. Anna Verena Böhm  (alle Frankfurt) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund:  Latham wird laut Marktinformationen regelmäßig von Henkel mandatiert und arbeitete hier mit einem internationalen Team. Neben dem genannten Kernteam kommen auch Anwälte aus New York, Paris, Moskau, Mailand, Madrid, Peking, Tokio, Singapur und Seoul zum Einsatz.

Cleary ist bei Fusionskontrollen die Stammberaterin von Henkel, die Kölner Partnerin Polley begleitete auch die Übernahme von Sun und 2014 den Kauf der französischen Waschmittelfirma Spotless. 

Die Verkäuferin GCP Applied Technologies lässt sich rechtlich von Wachtell beraten, zudem unterstützen Goldman Sachs und EY als Finanz- und steuerliche Trasaktionberater das Unternehmen.  Für die Beratung außerhalb der USA ist für die Verkäufergrupe ein länderübergreifendes Team von Baker eingebunden. Die Sozietät ist nach Marktinformationen eine langjährige Beraterin von Grace und war auch im Zuge der Abspaltung der GCP für sie tätig.   (Sonja Behrens)

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