Artikel drucken
25.04.2017

Wartung von oben: Linklaters berät innogy bei Ausgründung von Drohnen-Plattform ´ucair´

Die RWE-Tochter Innogy hat ein Start-up-Unternehmen gegründet, das Solaranlagen mithilfe von Drohnen auf Beschädigung oder verdreckte Solarmodule kontrolliert.

Harder_FlorianDas neue Unternehmen Ucair wurde als firmeninterne Innovationsplattform entwickelt und bekam eine Million Euro Startkapital. Im Alltagsbetrieb weisen mehr als 80 Prozent aller Solaranlagen Mängel auf, die die Stromproduktion schmälern. Ucair schließt in seinem Netzwerk rund 40 Drohnenpiloten in Deutschland zusammen, um thermografische Daten der Solaranlagen zu sammeln. Die Aufnahmen können Eigentümern und Betreibern der Photovoltaikanlagen dann zur Optimierung ihres Ertrags nutzen – etwa indem sie Defekte und Ineffizienzen aufdecken.

Entwickelt wurde das Geschäftsmodell von zwei Mitarbeitern des Innogy Innovation Hub, die Ucair in eigener unternehmerischer Verantwortung weiterentwickeln werden. Die Ausgründung von Ucair ist Teil der Strategie, disruptive Geschäftsmodelle für das zukünftige Energiesystem zu entwickeln. Im Rahmen dieser Strategie soll in externe Start-up-Unternehmen sowie firmeneigene Ausgründungen investiert werden. Das Geld dazu kommt von den Innogy-Venture-Aktivitäten, anderen strategischen Partnern oder Venture-Capital-Unternehmen.

Berater Innogy
Inhouse Recht (Essen): Jutta Dissen (Head of Legal Renewable Projects/Innovation), Dr. Tobias Empting (Corporate Law)
Linklaters (München): Dr. Florian Harder (Corporate/M&A), Dr. Jann Jetter (Steuerrecht); Associates: Dr. Niclas von Woedtke (Corporate/M&A), Dr. Andreas Dehio (Aufsichtsrecht; Frankfurt), Ingo Sappa (Arbeitsrecht), Korel Kaplan (Corporate/M&A) Melanie Haubrich (Aufsichtsrecht; Frankfurt)

Hintergrund: Linklaters stand in der Vergangenheit wiederholt auf der Käuferseite, wenn sich der Innogy-Mutterkonzern RWE von großen Assets trennte – etwa beim Verkauf von Dea oder Thyssengas. Doch längst gehört die Kanzlei auch zum Beraterstab des Energiekonzerns, insbesondere im neuen Geschäftsfeld der Innogy, den Erneuerbaren Energien. So begleitete die Kanzlei etwa schon die Finanzierung des Windparks Nordsee One. (Ulrike Barth)

  • Teilen