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04.04.2017

Wiedereinstieg am Anleihemarkt: Volkswagen holt sich mit Clifford 8 Milliarden Euro

Volkswagen hat nach anderthalbjähriger Pause wieder eine Anleihe am Markt platziert. Das Gesamtvolumen der Emission liegt bei 8 Milliarden Euro. Die mehrfach überzeichnete Anleihe wurde von der Volkswagen International Finance N.V. emittiert.

Sebastian Maerker

Sebastian Maerker

Die Anleiheemission ist in insgesamt vier Tranchen aufgeteilt: Zum einen eine variabel verzinsliche Tranche mit einer Laufzeit von 2 Jahren und einem Volumen von 2,5 Milliarden Euro. Zum anderen besteht sie aus 3 fest verzinslichen Tranchen mit Laufzeiten von 4, 6,5 und 10 Jahren sowie Zinssätzen von 0,500, 1,125 und 1,875 Prozent. Die Volumina der fest verzinslichen Tranchen erreichen eine Höhe von zweimal 1,5 Milliarden Euro und einmal 2,5 Milliarden Euro.

Berater Volkswagen
Clifford Chance (Frankfurt): Sebastian Maerker, Dr. George Hacket, Jurgen van der Meer (Amsterdam), Barbora Moring; Associates: Dr. Peter Becker, Philippa Winter, Bauke de Vries (Amsterdam; alle Bank-/Kapitalmarktrecht)
Inhouse Recht (Wolfsburg): Volker Schiffers

Berater Banken
Linklaters (Frankfurt): Peter Waltz; Associate: Dr. Alexander Schlee (beide Bank-/Kapitalmarktrecht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Volkswagen ist seit Längerem ein wichtiger Mandant von Clifford Chance, vor allem im Gesellschafts- sowie im Bank- und Finanzrecht. So begleitete ein Team um die Partner Maerker und Hacket im Dezember 2012 die Emission einer Pflichtwandelanleihe über 2,5 Milliarden Euro. Ein anderes Clifford-Team begleitete den Autobauer bei der Beschaffung eines Kredits über 20 Milliarden Euro bei mehreren Großbanken.

Bei der aktuellen Emission fungierten Barclays, BNP Paribas, Citigroup, Mizuho, Société Générale und UniCredit als Konsortialbanken. Linklaters gehört bei Kapitalmarkttransaktionen auf Bankenseite zu den häufig gefragten Kanzleien – insbesondere bei großen Volumina. So beriet der Kapitalmarktrechtler Waltz die beteiligten Banken bei der Anleiheemission von Fresenius, um die Übernahme der spanischen Klinikkette Quirónsalud zu finanzieren. (Stephan Mittelhäuser)

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