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04.05.2017

Logistikzentren: Axa kauft mit Freshfields milliardenschweres Portfolio von Goodwin-Mandantin

Für rund eine Milliarde Euro hat das gesamte Logistik-Paket des Fonds Gramercy Property Europe den Besitzer gewechselt. Die Axa kaufte mit ihrem Vehikel Axa Investment Managers Real Assets die insgesamt 40 Objekte. Ein Großteil, nämlich 15 Zentren, liegen in Deutschland, die übrigen in Frankreich, den Niederlanden und in Polen.

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Niko Schultz-Süchting

Die Logistikzentren haben langfristige Verträge von durchschnittlich acht Jahren mit bekannten Mietern, so sollen beispielsweise Amazon, Hornbach oder Firestone dazu gehören. Über 40 Prozent des Kaufpreises stammen aus dem Verkauf der deutschen Immobilien, einen weiteren großen Teil machte der Verkauf der französischen Immobilien aus. Einzelne Assets liegen in Polen und Großbritannien.

Das Kapital für die Transaktion holte sich Axa aus laufenden Finanzierungen.

Berater Axa
Freshfields Bruckhaus Deringer (Hamburg): Dr. Niko Schultz-Süchting (Federführung), Mark Wheelhouse (London; beide Immobilienrecht), Maximilian Lang (Bank- und Finanzrecht; Frankfurt); Associates: Dr. Tim Behrens (Frankfurt), Sam Howells, Roger Schofield, Elizabeth Hill (alle London), Dr. Philipp Jehle, Walter Grenz, Dr. Jonas Hail, Dr. Stefan Frick, Dr. Christine Elmers, Dennis Karaosman (alle Immobilienwirtschaftsrecht), Dr. Sébastien Seele, Christina Banz (beide Bank- und Finanzrecht; Frankfurt), Job van der Pol (Amsterdam), Alan Rafferty (London; beide Steuerrecht), Sascha Arnold, Dr. David Stadermann (beide Öffentliches Wirtschaftsrecht)
Orrick Herrington & Sutcliffe (Düsseldorf): Dr. Till Steinvorth; Associate: Boris Marschall (Brüssel; beide Kartellrecht)
EY (London): James Baudins, Maheshi Ratnasekera (Steuerrecht) – aus dem Markt bekannt

Berater Gramercy
Goodwin Procter (London): James Spence (Corporate/M&A), Peter Junghänel (beide Federführung; Immobilienrecht), Heiko Penndorf (beide Frankfurt), Ben Eaton (beide Steuern); Associates: Tessa Parkes (Private Equity), Simon Woodcock, Catharina Englert (beide Immobilienrecht), Andreas Mallin (Bank- und Finanzrecht; beide Frankfurt) – aus dem Markt bekannt

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Peter Junghänel

Hintergrund: Komplex war der Deal aufgrund der verwobenen gesellschaftsrechtlichen Struktur des Portfolios über sechs Jurisdiktionen hinweg – letztlich wurde der Vertrag nach englischem Recht aufgesetzt. Freshfields-Partner Schultz-Süchting hat Axa bei ihren Immobiliengeschäften in letzter Zeit regelmäßig beraten, zuletzt beim Kauf von 17 Pflegeheimen von Investor Blackstone. Beim Erwerb des Gramercy-Portfolios waren neben London auch die Freshfields-Büros in den Niederlanden und in Frankreich eingebunden. In Polen und Luxemburg, wo die Kanzlei keine eigenen Standorte hält, arbeitete sie mit ihren Netzwerkeinheiten Arendt & Medernach und Sołtysiński Kawecki & Szlęzak zusammen.

Im Kartellrecht kam mit Steinvorth die deutsche Praxis von Orrick zum Zug, da eine Anmeldung nur in Deutschland erforderlich war. Der Kontakt zu Axa entstammt aus der langjährigen Verbindung des bekannten Pariser Kartellrechtspartners Patrick Hubert ins Unternehmen, Hubert war Anfang des Jahres von Clifford Chance zu Orrick gewechselt.

Die Beziehung zwischen Gramercy in London und Goodwin Procter geht maßgeblich auf den Frankfurter Partner Junghänel zurück, der das Mandat von Ashurst mitbrachte. Junghänel hatte 2015 mit weiteren Ashurst-Partnern ein deutsches Büro für Goodwin eröffnet. Im vergangenen Jahr war Junghänel bereits zum ersten Mal mit seinem Londoner Partner Spence unter Goodwin-Flagge für Gramercy tätig geworden. Gleichzeitig gibt es aber auch zwischen den amerikanischen Häusern von Gramercy und Goodwin Kontakte. (Christiane Schiffer)

Wir haben den Artikel am 05.05.2017 ergänzt.

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