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25.07.2017

Deutsche Fachpflege: Ashurst und Latham begleiten Refinanzierung von Chequers-Portfoliogesellschaft

Der Pflegedienstleister Deutsche Fachpflege Holding, der 2013 von der Beteiligungsgesellschaft Chequers übernommen wurde, ist vorzeitig refinanziert worden. Die neue, etwas vereinfachte Fremdkapitalstruktur stellten der Kreditfonds BlueBay und die Berenberg Bank zur Verfügung.

Alexandra Hagelüken

Alexandra Hagelüken

Die Übernahme der Deutsche Fachpflege Holding (DFH) durch Chequers Capital gehörte seinerzeit zu den ersten Deals im deutschen Markt, die nicht von Banken, sondern von einem alternativen Kreditgeber finanziert wurden. Dabei stellte der Debt Fund Ares Capital eine sogenannte Unitranche-Finanzierung, die nicht vorab in unterschiedlich besicherte und verzinste Tranchen aufgeteilt, sondern in einem Stück bereitgestellt wurde. Im Anschluss beschaffte sich DFH über eine Kreditfazilität der Berenberg Bank zusätzlichen finanziellen Spielraum. Bei der Refinanzierung fiel das Konstrukt nun kompakter aus: Der vorrangige Supersenior-Kredit der Berenberg und die Unitranche-Finanzierung durch BlueBay wurden gemeinsam ausgehandelt.

Berater Chequers Capital
Latham & Watkins (Frankfurt): Alexandra Hagelüken; Associates: Kim Woggon, Laura Wimmer (alle Bank- und Finanzrecht)

Bernd Egbers

Bernd Egbers

Berater Berenberg Bank
Ashurst (München): Sebastian Schoon, Dr. Endrik Kramski; Associate: Gabrielle Metherall (beide Frankfurt; alle Bank- und Finanzrecht)

Berater BlueBay
Ashurst (München): Dr. Bernd Egbers; Associates: Isabell Pöller, Dr. Jan Heinemann (Frankfurt; alle Bank- und Finanzrecht)

Hintergrund: Ashurst hatte bereits 2013 zur ursprünglichen DFH-Akquisitionsfinanzierung beraten. Statt der Frankfurter Partnerin Anne Grewlich, die das Ares-Mandat geführt hatte, kamen nun allerdings die Münchner Ashurst-Partner Egbers und Schoon zum Einsatz.  Auch zu BlueBay und Berenberg Bank hat Ashurst seit Längerem Kontakt. Berenberg setzte etwa beim Kauf der Süßwarenkette Hussel durch die Beteiligungsgesellschaft Emeram 2014 auf Ashurst. Das Team führte damals Dr. Tom Beckerhoff, der inzwischen für Noerr tätig ist.

BlueBay arbeitet in Deutschland beispielsweise auch mit Milbank Tweed Hadley & McCloy, Sherman & Sterling und mit der nun auf Kreditnehmerseite aktiven Praxis von Latham Watkins. Diese beriet im letzten Jahr bereits das Gespann Berenberg-BlueBay, das gemeinsam mit Goldman Sachs den Kauf der Library-Systems-Sparte von 3M Company durch Bibliotheca finanzierte.

DFH-Eigner Chequers Capital hatte sich beim Kauf 2013 von einem Clifford Chance-Team um Private-Equity-Partner Burc Hesse begleiten lassen, der in der Zwischenzeit zu Latham & Watkins wechselte – ebenso wie die nun involvierte Finanzierungspartnerin Hagelüken. Letztere kümmerte sich um die Akquisitionsfinanzierung. (Norbert Parzinger)

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