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07.08.2017

Fußball: DFL vergibt mit Lentze Stopper Lizenzen für Bundesliga-Videospiele

Die Bundesliga International, früher DFL Sports Enterprises, hat die Bundesliga-Lizenzrechte bis zur Saison 2021/22 neu vergeben. Die Rechte beziehen sich auf digitale Medien wie Videospiele und sind daher auch im E-Sport wichtig. Das größte Rechtepaket ging erneut an Electronic Arts (EA). Das US-Unternehmen zahlt für die Lizenzen jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag.

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Felix Holzhäuser

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) ist der Zusammenschluss der 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga in Deutschland. Sie vergibt ihre Rechte – wie von der Europäischen Kommission gefordert – technologieneutral. Das heißt, die Spiele können auf unterschiedlichen Plattformen veröffentlicht werden. Verantwortlich für die Rechtevergabe bei digitalen Medien ist die DFL-Tochter Bundesliga International. 

Der Software- und Spieleentwickler EA hatte bereits in der Vergangenheit die Lizenzen für die Bundesliga erhalten. Diese nutzt er unter anderem für seine Spielsimulation Fifa. Neben den exklusiven Rechten für Spielsimulationen, bei denen Vereine und Spieler der Bundesliga auftreten, hat EA auch Rechte für Managersimulationen erworben, bei denen der Spieler in die Rolle eines Bundesliga-Managers schlüpft. Auf diesem Gebiet erhielten auch Sega und Konami Lizenzen. Die japanischen Unternehmen sind etwa für das Spiel Pro Evolution Soccer bekannt. Ihre neue Bundesliga-Lizenzen beziehen sich aber nur auf jeweils ein Managerspiel und nicht auf Spielsimulationen. Der Preis für diese Lizenzpakete liegt pro Jahr im einstelligen Millionenbereich. Insgesamt hatten knapp ein Dutzend Unternehmen auf die Lizenzen geboten.

Berater DFL/Bundesliga International
Lentze Stopper (München): Dr. Felix Holzhäuser, Dr. Tim Bagger
Inhouse Recht (München): Dr. Alexander Ballasch (Head of Legal)

Berater Electronic Arts
Inhouse Recht (Köln): Anne Völkel (Senior Counsel) – aus dem Markt bekannt

Berater Sega Europe
Inhouse Recht (London): Nicky Ormrod (Head of Legal & Business Affairs)

Berater Konami Digital Entertainment
Inhouse Recht (Windsor): Rhys Steigerwald (General Counsel) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Die Münchner Sportsrechtskanzlei Lentze Stopper berät die DFL bereits seit vielen Jahren und hat hier maßgeblich die Ausschreibungsunterlagen mit vorbereitet. Die DFL-Tochter Bundesliga International wurde im Frühjahr als Nachfolgeunternehmen von die DFL Sports Enterprises aufgesetzt, um Marketing und Vertrieb international zu bündeln. Als Chief Commercial Officer amtiert dort Robert Klein, der zuvor als Head of Global Rights für die Red Bull Media in Salzburg tätig war.

Konami konsolidierte sein Europageschäft 2013 und verlagerte im Zuge dessen sein Hauptquartier von Frankfurt ins britische Windsor. In dem Ort südlich von London sind auch die Spiele-Publisher Take-Two and Nintendo angesiedelt. (Helena Hauser, Sonja Behrens)

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