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25.10.2017

Hitzegedämmt: Thermamax geht mit Beiten und Pöllath zur Hengeler-Mandantin Capvis

Der Schweizer Private-Equity-Investor Capvis hat die Mehrheit an der Thermamax-Gruppe von der Familie Darmstädter erworben. Minderheitgesellschafter Brockhaus Private Equity, der bereits seit 2015 an Bord ist, wird weiterhin in Thermamax investiert bleiben. Auch das Management um CEO Ralf Großhauser bleibt bestehen.

Daniel Wiegand

Daniel Wiegand

Die Thermamax-Gruppe mit Hauptsitz in Mannheim stellt Hochtemperatur-Isoliersysteme her, die von Isolierformteilen über akustische Dämmungen bis hin zu komplexen Isolierverkleidungen reichen. Sie werden vor allem bei Fahrzeugen im Automotivebereich, sowie bei On- und Offshoreplattformen verwendet. Innerhalb Deutschlands verfügt Thermamax über einen weiteren Standort in Frankenthal, im Ausland über Produktionsstätten in Illinois in den USA, Taicang in China sowie Železnika in Serbien.

Die Schweizer tätigten den Ankauf über den Fonds Capvis Equity IV, der dieses Jahr schon in das deutsche  Familienunternehmen Felss investierte und den niedersächsischen Anlagenbauer ProXes aus dem Portfolio der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG) erwarb.

Über den Kaufpreis zu Thermamax wurde Stillschweigen vereinbart. Das Closing steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Finanzierende Banken für die Transaktion waren Commerzbank, UniCredit und die SEB.

Berater Capvis
Hengeler Mueller (München): Dr. Daniel Wiegand, Dr. Christian Schwandtner (Düsseldorf; beide M&A), Dr. Matthias Scheifele (Steuerrecht), Dr. Christian Hoefs (Arbeitsrecht; Frankfurt), Dr. Thorsten Mäger (Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Martin Klein (Steuerrecht; Frankfurt), Patrick Wilkening (IT/IP), Dr. Andrea Schlaffge (IP; beide Düsseldorf); Associates: Dr. Christian Winkler, Dr. Philip Goj (M&A), Dr. Adrian Cavin (M&A; Düsseldorf), Dr. Steffen Hörner (Steuerrecht; Frankfurt), Dr. Katharina Gebhardt (Frankfurt), Vicki Treibmann (beide Arbeitsrecht), Dr. Anja Balitzki (Kartellrecht), Dr. Maximilian Wosgien (IP/IT; alle Düsseldorf)
Ashurst (München): Dr. Bernd Egbers, Kim Desmarais (New York; beide Finanzierung), Dr. Martin Bünning (Steuerrecht; Frankfurt), Christiane Bestgen; Associate: Ralf Stenger (Finanzierung)
PricewaterhouseCoopers (Köln): Anja Trimborn (Steuern)

Guido Ruegenberg

Guido Ruegenberg

Berater Familiengesellschafter Darmstädter 
Beiten Burkhardt (Frankfurt): Dr. Guido Ruegenberg (Private Equity/M&A)

Berater Brockhaus Private Equity
P+P Pöllath & Partners (München): Phillipp von Braunschweig (M&A), Alexander Pupeter (Steuerrecht); Associate: Sebastian Rosentritt (M&A) – aus dem Markt bekannt

Berater Banken
Latham & Watkins (Frankfurt): Alexandra Hagelüken (Finanzierung), Dr. Leif Schrader (Private Equity; Frankfurt); Associates: Kim Woggon (Finanzierung), Jennifer Kramar (Private Equity; München).

Phillipp von Braunschweig

Phillipp von Braunschweig

Hintergrund: Einige der Berater sind langjährige Weggefährten ihrer Mandanten. Pöllath-Partner von Braunschweig berät zum Beispiel Brockhaus Private Equity seit Jahren. So unterstützte er den Erwerb der 360-Treasury-Gruppe und ihrem Weiterverkauf an Summit Partner Fonds, wo Brockhaus zunächst auch Minderheitsinvestor geblieben ist, bevor die Deutsche Börse den Devisenhändler 2015 vollständig übernahm.

Capvis hatte schon Anfang des Jahres dasselbe Gespann von Hengeler-Partner Wiegand sowie Finanzierungspartner Egbert von Ashurst mandatiert, zum Erwerb der B2B-Plattform ‚Wer liefert was‘. Latham-Partnerin Hagelüken wiederum hatte die Finanzinstitute auch in dem ProXes-Deal unterstützt.

Beiten-Partner Ruegenberg stand den Gesellschaftern schon 2015 beim Teilexit bei, als Brockhaus eingestiegen war. Die Darmstädter Brüder hatten ihn nun beim Verkauf nochmals mandatiert, als deutlich wurde, dass wahrscheinlich ein Private-Equity-Investor der Käufer würde. Ruegenberg hatte bei seiner früheren Kanzlei Weil Gotshal & Manges mehrmals Beteiligungshäuser beraten. (Aled Griffiths)

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