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25.10.2017

Logistiksoftware: Körber kauft mit Latham HighJump in den USA

Der Hamburger Technologiekonzern Körber hat den US-Softwarehersteller HighJump übernommen. Verkäufer ist die Acellos Holding und ihre Hauptinvestorin Accel-KKR, eine auf Technologieunternehmen fokussierte Beteiligungsgesellschaft.  Nach Zustimmung der Kartellbehörden wurde die Übernahme durch Körber bereits Ende August vollzogen.

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Henning Schneider

Mit dem Kauf des US-Anbieters von Softwarelösungen für das Supply-Chain-Management (SCM) stärken die Deutschen ihr Geschäftsfeld Logistiksysteme. Zudem treiben sie ihr Wachstum auf dem US-Markt voran.

HighJump hat seinen Hauptsitz in Minneapolis und verfügt über weitere Niederlassungen in Kanada, Großbritannien, Australien und China. Das Unternehmen entwickelt Software, wie die Cloud-fähige SCM-Plattform ‚HighJump One Plattform‘. Damit können Kunden – vor allem aus den Branchen Konsumgüter, Automobil, Luftfahrt, Pharma sowie Nahrungs- und Genussmittel – sämtliche Warenflüsse innerhalb der Lieferkette verfolgen und Geschäftsprozesse synchronisieren.

Erst kürzlich hatte Körber den Bereich Logistiksysteme mit dem Kauf des US-Softwarespezialisten DM Logic erweitert. 

Berater Körber
Latham & Watkins (Hamburg): Dr. Henning Schneider, Dr. Nils Röver (beide Federführung; beide M&A/Private Equity), Jason Morelli (M&A), Diana Doyle, Robin Struve (beide Steuern; alle drei Chicago), Jeffrey Tochner (Technologie/IP; New York), James Barrett (Umweltrecht; Washington), Dr. Jana Dammann de Chapto, Sydne Smith (Washington; beide Kartellrecht), Jeffrey Anderson (Real Estate), Nineveh Alkhas (Arbeitsrecht; beide Chicago); Associates: Benjamin Kaiser, Jacob Ahme (beide Corporate/M&A), Jennifer Kramar (Corporate; München), Michael Koltonyuk, Mariclaire Petty (beide Corporate/M&A), Jason Cruise (Litigation; alle drei Washington), Max Raskin (Steuern), Tiana Hertel (Technologie/IP; beide New York), Michael Zucker (Steuern), Isaac Jones (Arbeitsrecht; beide Chicago), Peter Rosen, Drew Levin (beide Litigation; Los Angeles), Denis Griffin (Corporate/M&A; San Diego), Katherine Putnam (London), Melissa Fabian, Lyndy  Amato (alle Finanzierungen; beide Washington), L. K. Tan (Corporate; Singapur)
Inhouse Recht (Hamburg): Dr. Fabian Eckard (Federführung, Head of Compliance & Antitrust Law), Oral Adenli (Head of Employment Law), Dennis Traumann (Head of Commercial Law Logistics Systems)
Inhouse Steuern (Hamburg): Dr. Nadia Petersen (Head of Tax)
EY (Hamburg): Jörg Hueber (Finance), Jan-Rainer Hinz (Steuern), Steven Starzynski (Steuern; Chicago)

Berater Accel-KKR/HighJump
Kirkland & Ellis (Chicago): Kevin Mausert (Federführung), Jeffrey Seifman; Associate: Emma Lange-Novak (alle Corporate/M&A)

Hintergrund: Die Hamburger Corporate-Praxis von Latham & Watkins stemmt regelmäßig großvolumige M&A-Deals. Für Körber wurde sie hier nicht zum ersten Mal tätig. Die Kanzlei hatte sich in diesem Jahr bereits in einem Pitch für eine Transaktion mit US-Bezug durchgesetzt. Ähnlich wie damals kam das Team um Partner Schneider auch jetzt wieder aufgrund des hohen Volumens der Transaktionen sowie wegen der US-Präsenz der Kanzlei ins Mandat.

Allerdings unterhält Körber keine exklusiven Mandatsbeziehungen zu Latham, sondern mandatiert – häufig über einen Pitch – auch andere Hamburger Kanzleien. So beriet im Jahr 2016 ein Team um Dr. Nikolaus Schrader von PricewaterhouseCoopers Legal die Holdinggesellschaft beim Kauf der dänischen Quibiqa Logistics von der Beteiligungsgesellschaft BWB Partners. Der Hamburger Taylor Wessing-Partner Alexander Roth begleitete Körber im gleichen Jahr federführend beim Verkauf einer Betriebsstätte der Baltic Metalltechnik an Fondsgesellschaften der EquiVest-Gruppe.

Auch kleinere Hamburger Boutiquen kamen in der Vergangenheit bei Transaktionen zum Einsatz. Etwa Renzenbrink 2013 beim Kauf des Maschinenbauers LTI Motion oder Voigt Wunsch Holler beim Erwerb der Werum IT Solutions Anfang 2014. Für die steuerliche Beratung mandatiert Körber hingegen regelmäßig EY, so auch in diesem Fall.

Bei der Finanzierung, die Körber aus eigenen Mitteln stemmte, kamen auf Käuferseite Investmentbanker und M&A-Berater der Citi Bank zum Einsatz. Auf Seiten der Accel-KKR beriet der Finanzdienstleister William Blair. Rechtlich stand dem kalifornischen Technologieinvestor Kirkland & Ellis zur Seite, die ihn seit vielen Jahren im Transaktionsmanagement unterstützt. (Konstanze Richter)

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