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25.10.2017

Scharfer Wind: Oppenhoff & Partner berät Senvion bei erfolgreicher Restrukturierung

Die Windkraftbranche steckt in der Krise: Der Windenergieanlagenhersteller Senvion verlagert Teile seiner Produktion ins Ausland und schloss im Zuge dessen schon Standorte in Deutschland. Auch die Arbeit der Tochterfirma Powerblades in Bremerhaven, wo Rotorblätter gefertigt werden, wird Medienberichten zufolge bis spätestens Ende Januar 2018 nach Portugal verlagert.

Gilbert Wurth

Gilbert Wurth

Insgesamt baut Senvion knapp 700 Stellen in Deutschland ab, von der Restrukturierungsmaßnahme sind 16 Betriebe betroffen. Der börsennotierte Hersteller von Windkraftanlagen hat bereits die Werke in Husum und im brandenburgischen Trampe geschlossen, der Standort Eberswalde soll Ende des Jahres folgen. Zuletzt haben auch die Wettbewerber Siemens-Gamesa und Nordex angekündigt, Personal abzubauen – auch in Deutschland.

Der Sozialplan für den Personalabbau bei Senvion steht inzwischen: Den Beschäftigten werden Medienberichten zufolge Abfindungen zwischen 5.000 Euro und 120.000 Euro bezahlt. Außerdem gewährt Senvion Beihilfen für Mitarbeiter, die an andere Unternehmensstandorte wechseln. Zudem wurde eine Transfergesellschaft gegründet, in der Mitarbeiter zwölf Monate lang weitergebildet werden, um sich für andere Jobs zu qualifizieren.

Berater Senvion
Oppenhoff & Partner (Köln): Dr. Gilbert Wurth, Dr. Alexander Willemsen; Associates: Madita Reimsbach, Alexander Heider (alle Arbeitsrecht)

Berater Konzernbetriebsrat
Oberberg & Hasche (Kiel): Sylke Hasche

Hintergrund: Oppenhoff kam über langjährige Kontakte des Corporate-Partners Rolf Koerfer in das Mandat. Die Kanzlei war schon im Mai dieses Jahres für den Vorstand tätig, als es um eine Refinanzierung ging.

Die Kieler Arbeitnehmerberaterin Hasche pflegt eine langjährige Mandatsbeziehung zum Konzernbetriebsrat sowie zu verschiedenen Standortbetriebsräten von Senvion. (Simone Bocksrocker)

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