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08.11.2017

Energiesektor: Vinci Energies kauft mit Debevoise deutsche Linklaters-Mandantin

Der französische Energiekonzern Vinci hat den Energieversorgungs- und Verteilungsdienstleister Horlemann übernommen. Mit der Akquisition will Vinci sowohl ihre Präsenz auf dem deutschen Markt als auch im Bereich erneuerbare Energien stärken. Die Transaktion muss noch kartellrechtlich genehmigt werden.

Philipp von Holst

Philipp von Holst

Die deutsche Vinci-Tochter Vinci Energies Deutschland tritt hierzulande unter den Markennamen ,Omexom‘ (für den Bereich Energieinfrastrukturen), ,Actemium‘ (für den Bereich Elektro- und Automatisierungstechnik) und ,Axians‘ (für den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie) auf. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 64.500 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von 10,2 Milliarden Euro.

Die Horlemann-Gruppe ist ein Familienunternehmen mit Sitz im nordrhein-westfälischen Uedem sowie im brandenburgischen Herzfelde bei Berlin. Mit 500 Mitarbeitern kam der Energieversorger zuletzt auf einen Umsatz von 100 Millionen Euro. Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Josef und Peter Horlemann werden sich nun aus dem Unternehmen zurückziehen.

Zeitgleich kaufte Vinci den norwegischen Netzdienstleister Infratek, der Netzbetreiber in Skandinavien mit Licht- und Eisenbahnsystemen beliefert. Infratek erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von 300 Millionen Euro.

Berater Vinci Energies Deutschland
Debevoise & Plimpton (Frankfurt): Philipp von Holst (Corporate; Federführung), Klaudius Heda (Finance); Associates: Johanna Marniok, Alexander Wolff (beide Corporate), Dr. Andrea Pomana (Kartellrecht)
Inhouse Recht (Frankfurt): Martin Häring (Leiter Recht International) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Steuern (Ludwigshafen): Robert Geis (Head of Tax) – aus dem Markt bekannt

Sebastian Daub

Sebastian Daub

Berater Horlemann
Linklaters: Dr. Sebastian Daub (M&A/Private Equity; Federführung), Dr. Michael Ehret (Steuerrecht; beide Frankfurt), Guido Portier (Corporate; Amsterdam); Associates: Patricia Galts (Immobilienrecht), Dr. Katharina Engels, Justus Jobski, Dr. Robert Mai (alle Corporate/M&A), Dr. Maximilian Meyer (Steuerrecht), Dr. Arne Karsten (Kartellrecht; Düsseldorf), Tamara Leeflang (Corporate/Amsterdam)
PricewaterhouseCoopers (Essen): Björn Viebrock, Dieter Stegemann; Associate: Christian Richter

Hintergrund: Debevoise kam über einen persönlichen Kontakt in das Mandat für Vinci.

Linklaters hatte sich auf Empfehlung der Commerzbank um das Mandat beworben. Das Finanzinstitut beriet unter Managing Director Thorsten Behrens auf Verkäuferseite finanziell. Die Käuferin vertraute hier auf die Dienste von Philipp Sebbesse, Managing Director Deutschland bei der Frankfurter Corporate-Finance-Boutique DC Advisory.

Steuerlich beraten hat ein Corporate-und Steuerteam um PwC-Partner Viebrock, der die Abteilung Steuern & Recht am Standort Essen leitet. (Daniel Lehmann)