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14.11.2017

Hochzeit unter Schleppern: Fairplay kauft CMS-Mandantin Bugsier mit Schackow

Die Schlepperreederei Fairplay übernimmt den kleineren Konkurrenten Bugsier. Die beiden Hamburger Traditionsunternehmen besiegeln damit eine Fusion, die sie bereits im Juni per Vorvertrag vereinbart hatten. Verkäufer von Bugsier waren unter anderem die bisherigen geschäftsführenden Gesellschafter Jan-Wilhelm und Hajo Schuchmann.

Klaas Borchert

Klaas Borchert

Beide Marken sollen weitergeführt werden. Nach der Fusion beschäftigt das Unternehmen rund 1.000 Mitarbeiter. Bislang fuhren 30 Schlepper und mehrere Ölbekämpfungs- und Bergungsschiffe unter der Flagge von Bugsier. Fairplay steuert mehr als 50 Schlepper und Spezialschiffe bei, die zwischen Rotterdam und Danzig eingesetzt sind. Indem sie das Angebot bündeln, wollen Fairplay und Bugsier das Angebot für die großen Reedereien in den Häfen verbessern und gleichzeitig verhindern, dass die Preise für Schlepperleistungen weiter fallen.

Mit der Fusion begegnen die beiden Traditionalisten dem gestiegenen Verdrängungswettbewerb im Schleppgeschäft. Durch immer größere Container- und Tankerschiffe stiegen auch die Anforderungen an die Zugkraft der Hafenschlepper immens, gleichzeitig sanken die Preise für eine Schlepperstunde deutlich.

Berater Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchard
Dr. Schackow & Partner (Hamburg): Klaas Borchert (Gesellschaftsrecht), Doris Kostka, Jaana Schneuer (beide Finanzierung); Associates: Anna-Katharina Hansen, Dr. Carolin Keil (beide Gesellschaftsrecht)

Jan Graf von Spee

Jan Graf von Spee

Berater Bugsier-Gesellschafter
CMS Hasche Sigle (Hamburg): Jan Graf von Spee (Corporate), Markus Schöner (Kartellrecht), Jürgen Siemers (Arbeitsrecht), Jost Kienzle, Jan Wölper (beide maritimes Wirtschaftsrecht), Dr. Thomas de la Motte (Bank- und Finanzrecht), Hans-Fabian Kiderlen (Immobilienrecht); Associate: Charlotte von der Heydt (Corporate) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Das Hamburger CMS-Büro berät Bugsier seit mehreren Jahrzehnten umfassend, vor allem im Arbeitsrecht, maritimem Wirtschaftsrecht, Litigation, Gesellschafts-, Kartell- sowie Bank- und Finanzrecht.

Steuerrechtlich war nach JUVE-Informationen PKF Fasselt Schlage für Bugsier tätig, für Fairplay waren soweit bekannt keine gesonderten steuerrechtlichen Berater involviert. Die traditionsreiche Bremer Kanzlei Schackow hat seit Ende der 1990er Jahre auch ein Büro in Hamburg und steht vor allem für maritimes Wirtschaftsrecht. Fairplay berät die Kanzlei seit etwa zehn Jahren in Finanzierungsfragen, vor allem aber auch zu schifffahrtsrechtlichen Themen. (Christine Albert)