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03.11.2017

Recycling: Befesa kehrt mit Freshfields und Clifford aufs Parkett zurück

Der Börsenstart des deutsch-spanischen Industrie-Recyclingkonzerns Befesa ist gelückt. Die Aktien werden ab sofort am regulierten Markt der Frankfurter Börse gehandelt. Der Erlös aus dem Börsengang fließt dem Finanzinvestor Triton zu, der weiterhin die Mehrheit der Aktien des Unternehmens hält.

Mark Strauch

Mark Strauch

Insgesamt gab Triton 14,3 Millionen Aktien zum Ausgabepreis von 28 Euro aus. Der Preis entspricht dem unteren Ende der zuvor festgelegten Preisspanne von 28 bis 38 Euro. Zur Deckung der potenziellen Greenshoe-Option wurden weitere 2,1 Millionen Aktien aus dem Bestand von Triton zur Verfügung gestellt.

Bei vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option beläuft sich das Angebotsvolumen auf 461 Millionen Euro. Der Streubesitz-Anteil liegt bei 48,3 Prozent, womit sich die Marktkapitalisierung des Unternehmens dann auf 954 Millionen Euro beliefe.

Als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners begleiteten Citigroup, Goldman Sachs und JP Morgan den Börsengang. Als zusätzliche Bookrunner fungierten Berenberg, Commerzbank, Santander und Stifel.

Befesa wurde in den 1990er Jahren als Berzelius Umwelt Service (BUS) gegründet und war um die Jahrtausendwende in Madrid börsennotiert. Kurz darauf erfolgte eine Fusion mit einem Wettbewerber. 2013 kaufte Triton das Unternehmen. Nach dem IPO ist nach Marktinformationen eine Refinanzierung des Unternehmens geplant, in welchem Umfang ist derzeit noch nicht bekannt.

Berater Befesa (Triton)
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Mark Strauch, Rick van Aerssen; Associates: Kyle Miller, Dr. Kai Werner (alle Kapitalmarktrecht) – zum Börsengang
Linklaters (Luxemburg): Manfred Müller; Associate: Rémy Bonneau (beide Gesellschaftsrecht) – zum Börsengang
Latham & Watkins (Frankfurt): Alexandra Hagelüken (Federführung; Bank- und Finanzrechtt), Dr. Rüdiger Malaun (München), Dr. Alexander Lentz (beide Kapitalmarktrecht), Cora Grannemann; Associate: Martina Eisgruber (beide Bank- und Finanzrecht), Jan Penselin (Kapitalmarktrecht) – zur Refinanzierung
Inhouse Recht (Erandio): Birke Fuchs (Senior Legal Counsel) – zum Börsengang

George Hacket

George Hacket

Berater Banken (Börsengang)
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. George Hacket (Kapitalmarktrecht; Federführung), Dr. Christian Vogel (Düsseldorf), Christian Kremer (Luxemburg; beide Gesellschaftsrecht), Olaf Mertgen, Avrohom Gelber, François-Xavier Dujardin (Luxemburg; alle Steuerrecht), Barbora Moring (Bank- und Kapitalmarktrecht); Associates: David Santoro, Andrei Manea, Markus Waitschies (Luxemburg; alle Bank- und Kapitalmarktrecht), Dr. Jochen Buckel (Düsseldorf), Lauren Harris (Luxemburg; beide Gesellschaftsrecht), Eric Naftel (New York), Edouard Fort (Luxemburg; beide Steuerrecht)

Berater Banken (Refinanzierung)
White & Case (Frankfurt): Vanessa Schürmann

Hintergrund: Alle Berater sind aus dem Markt bekannt.

Freshfield beriet Triton schon beim Erwerb von Befesa im Jahr 2013, damals unter der Federführung von Partner Dr. Anselm Raddatz, der inzwischen zu Clifford Chance gewechselt ist.

Zwischen Linklaters und Triton besteht eine langjährige Mandatsbeziehung. So beriet die Kanzlei die Beteiligungsgesellschaft in der Vergangenheit etwa auch beim Verkauf der Konsumentensparte des Pflanzen- und Düngemittelherstellers Compo an Kingenta sowie bei weiteren Zu- und Verkäufen im Compo-Komplex.

Clifford dürfte die Kanzleizugehörigkeit von Raddatz eine gute Ausgangsposition für eine Mandatierung durch die Banken verschafft haben. Letzlich kam das Team um den erfahrenen Kapitalmarktrechtler Hacket aber durch einen gewonnenen Pitch ins Mandat.

Latham berät Triton dem Vernehmen nach im Hinblick auf die geplante Refinanzierung, White & Case unterstützt in diesem Zusammenhang die Banken. (Claudia Otto)

Der Artikel wurde am 7.November 2017 ergänzt.

 

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