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07.11.2017

Südamerikanische Saat: Syngenta setzt bei Kauf von Nidera-Sparte auf DLA

Der Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta hat das Saatgutgeschäft des niederländischen Agrar- und Handelskonzerns Nidera erworben. Das Unternehmen aus Rotterdam war erst im Februar selbst komplett von dem chinesischen Staatsunternehmen Cofco übernommen worden. Schwerpunkt von Nidera Seeds ist der südamerikanische Markt.

Benjamin Parameswaran

Benjamin Parameswaran

Die Transaktion muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Nidera Seeds ist vor allem in Argentinien und Brasilien aktiv. Cofco hatte ab 2014 nach und nach seinen Anteil an Nidera erhöht und das Unternehmen schließlich ganz übernommen. Im Anschluss legte sie die Sparte mit Cofco Agri zusammen, der ehemaligen Noble Agri, die sie ebenfalls seit 2014 schrittweise gekauft hatte.

Syngenta selbst gehört seit Kurzem ebenfalls zu einem chinesischen Staatskonzern: ChemChina übernahm den Schweizer Saatgut- und Pflanzenschutzmittelkonzern für 43 Milliarden US-Dollar.

Berater Syngenta
DLA Piper (Hamburg): Dr. Benjamin Parameswaran (Federführung; Corporate), Daphne Bens (Corporate; Amsterdam), Sonia de Kondserovsky (Paris), Dr. Isaschar Nicolaysen, Sebastian Decker (beide Federführung), Cécile Szymanski (Paris; alle Corporate), Emilie Renaud (Steuerrecht; Paris); Associates: Sophie von Mandelsloh, Diedrich Schröder, Jochem Beurskens (Amsterdam), Amandine Delannoy (alle Corporate), Romain Valère (Steuerrecht), Lydia Chouali (Immobilienrecht), Maxime Molkhou (Litigation & Regulatory; alle Paris)
Campos Mello (Rio de Janiero): Fabiano Gallo, Rafaella Chiachio, Natasha Najman
Inhouse Recht: Ingolf-Christian Quandt, Patricia Moreira (beide Basel), Rinaldo Zangirolami (São Paulo)

Berater Cofco International
Linklaters (Amsterdam): Pieter Riemer (Corporate; Federführung) – aus dem Markt bekannt
PricewaterhouseCoopers (Steuerrecht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: DLA ist bereits seit einigen Jahren für Syngenta tätig, zuletzt war die Kanzlei an der Seite des Schweizer Unternehmens auch als Bieter für das Pflanzenschutzgeschäft von Bayer in Erscheinung getreten. Den Zuschlag erhielt aber BASF. Bei der aktuellen Transaktion lag die internationale Federführung in Deutschland, diese teilten sich der Partner Parameswaran und die beiden Counsel Nicolaysen und Decker.

Als Syngenta jüngst ein Pflanzenschutzmittelportfolio für 490 Millionen US-Dollar an Nufarm abgab, wurde das Unternehmen von einem Gleiss Lutz-Team um den Frankfurter Partner Dr. Patrick Kaffiné beraten. Die Kanzlei berät den Basler Konzern seit vielen Jahren, zuletzt auch bei den Fusionskontrollen und Investitionsprüfungen im Zusammenhang mit der Übernahme durch ChemChina. Kaffiné und Syngenta-Inhousejurist Quandt kennen sich zudem aus gemeinsamer Zeit bei Lovells (heute Hogan Lovells). Vor Kaffinés Wechsel zu Gleiss 2009 hatte Quandt als Associate im Team des Corporate-Partners gearbeitet.

Als Cofco Nidera übernahm, hatte ein internationales Team von Clifford Chance das chinesische Unternehmen begleitet. Die Kanzlei hatte auch den Erwerb von Noble Agri begleitet, Linklaters stand dabei auf Verkäuferseite und beriet Noble. (Christine Albert)