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26.02.2018

Frisches Geld: Sixt begibt Anleihe mithilfe von Allen & Overy und CMS

Der Autovermieter Sixt hat wieder eine Unternehmensanleihe über 250 Millionen Euro platziert. In der gleichen Höhe hatte er beispielsweise auch 2005, 2012 und 2016 Schuldverschreibungen ausgegeben. Bei der aktuellen Platzierung fungierten die Bayerische Landesbank, die Commerzbank sowie der Londoner Zweig der Deutschen Bank als Lead Manager.

Christoph Enderstein

Christoph Enderstein

Mit einer Stückelung von 1.000 Euro konnten die Anleihepapiere von institutionellen Investoren sowie von Kleinanlegern gezeichnet werden. Bei der Anleihe mit sechsjähriger Laufzeit ist ein jährlicher Zins von 1,5 Prozent zugesichert. Die Anleihepapiere sind zum Handel am regulierten Markt der Luxemburger Börse zugelassen. Mit den Einnahmen will Sixt eine im Mai auslaufende Anleihe vorab refinanzieren.

Berater Sixt
Allen & Overy (Frankfurt): Christoph Enderstein (Kapitalmarktrecht), Dr. Katharina Stüber (Corporate); Associate: Dr. Ivan Zlatanov (Kapitalmaktrecht)
Inhouse Recht (München): Dr. Franz Weinberger (Director Legal)

Berater Banken
CMS Hasche Sigle (Frankfurt): Oliver Dreher (Federführung); Associate: Dr. Orna von Fürstenberg (beide Kapitalmarktrecht)

Oliver Dreher

Oliver Dreher

Hintergrund: Allen & Overy hatte sich für das Mandat in einem Projektpitch durchgesetzt, nachdem sie Sixt auch bei den vorangegangenen Anleiheemissionen beraten hatte.

Die Rechtsabteilung von Sixt ist ansonsten dafür bekannt, dass sie vieles selbst abdeckt. Als das Unternehmen etwa jüngst seine Anteile an DriveNow für rund 210 Millionen Euro an den Joint-Venture-Partner BMW verkaufte, wurde nach JUVE-informationen die Transaktion von beiden bayerischen Unternehmen vollständig inhouse gestemmt.

Den Carsharingdeal verhandelte General Counsel Dr. Andrew Mountstephens von Sixt mit Unterstützung von Inhouse-Counsel Weinberger, der bei der aktuellen Bondemission die Federführung übernahm. Weinberger war vor fünf Jahren aus der Kapitalmarktpraxis von Taylor Wessing zu Sixt gekommen. Da er dort sowohl für M&A als auch Kapitalmarktrecht zuständig ist, begleitete er beispielsweise 2015 auch den Börsengang der Sixt Leasing.

Auch CMS hatte sich bei Sixt beziehungsweise den engagierten Banken in einem Projektpitch durchgesetzt. Bei der Anleiheemission 2016 war das Frankfurter Finanzierungsteam von Milbank Tweed Hadley & McCloy an der Seite der Konsortialinstitute. Die US-Kanzlei war – wie auch CMS – schon mehrfach für die Sixt-Gruppe im Einsatz. (Sonja Behrens)

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