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25.04.2018

Altes Polizeipräsidium: Gerch Group geht mit Rotthege in Frankfurt shoppen

Der Projektentwickler Gerch Group hat das Alte Polizeipräsidium in Frankfurt gekauft. Dafür zahlten die Düsseldorfer 212,5 Millionen Euro an das Land Hessen. Zwischen Hauptbahnhof und Messe soll ab 2022 ein Gebäudeensemble aus Wohnen, Büro und Hotel entstehen. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 800 Millionen Euro. 

Lars Kölling

Lars Kölling

Das Gebäude steht seit 2002 leer und gilt als baufällig. Das gesamte Gelände umfasst 15.000 Quadratmeter Fläche. Ein genaues Konzept für die Entwicklung des Areals hat die Gerch Group noch nicht vorgelegt. Zunächst soll ein Architektenwettbewerb ausgelobt werden.

Erst im Herbst vergangenen Jahren hatte das Land Hessen das Bieterverfahren initiiert. Im November seien zehn Bieter in die zweite Runde gekommen, heißt es in einem Pressebericht.

Die Stadt Frankfurt und das Land Hessen hatten im Vorfeld heftig über den Verkauf gestritten. Die Stadt war der Ansicht, durch den Verkauf an einen privaten Investor würden die Kosten in die Höhe getrieben, so dass dort letztlich nur Luxuswohnungen gebaut würden. Das Land verwies darauf, dass 40 Prozent der Bebauung auf Wohnraum entfallen sollten. Rund ein Drittel davon sei sozialer Wohnungsbau. 

Berater Gerch Group
Rotthege Wassermann (Düsseldorf): Dr. Lars Kölling (Federführung), Martin Butzmann (beide Immobilienrecht), Marcel Isselmann (Steuerrecht), Thomas Uebrick (Öffentliches Recht); Caspar Franke, Sascha Sell (beide Immobilienrecht), Jan-Niklas Briel (Öffentliches Baurecht)

Berater Land Hessen
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Marcus Emmer (Federführung), Dr. Timo Elsner; Associates: Anne Harder (alle Immobilienrecht), Tobias André (Öffentliches Recht)

Hintergrund: Die Gerch Group gehörte zu den letzten verbleibenden Bietern und setzte auf ein Team um Rotthege-Partner Kölling. Die Düsseldorfer Kanzlei berät den Projektentwickler regelmäßig zu immobilienrechtlichen Fragen sowie zu diversen bundesweiten Projektentwicklungen. Dazu zählen unter anderem das Laurenz-Carre und das Deutz Areal in Köln. Zuletzt gehörte Gerch auch zur Runde der letzten drei Bieter im Wettbewerb um die Realisierung des Hamburger Elbtowers, musste sich aber einer Tochter der österreichischen Signa geschlagen geben.

Für das Land Hessen übernahm Of Counsel Emmer die Federführung, der das Land schon vor dem Verkaufsprozess zu dieser Liegenschaft beraten hatte, sowohl in bauplanungsrechtlicher als auch in immobilienrechtlicher Hinsicht. (Laura Bartels)

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