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25.07.2018

Maklerunternehmen: DBAG investiert mit Latham bei Willkie-Mandantin Von Poll

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) hat sich an dem Maklerunternehmen Von Poll Immobilien beteiligt: Sie investierte etwa 11 Millionen Euro an der Seite des von ihr verwalteten Fonds DBAG ECF und der bisherigen Gesellschafter. Über das Gesamtvolumen der Transaktion ist nichts bekannt. Für die Frankfurter Firma Von Poll ist die Investorenbeteiligung ein Zwischenschritt zum mittelfristig geplanten Börsengang.

Rainer Traugott

Rainer Traugott

Von Poll Immobilien ist als Maklerin weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus tätig. Rund 120 angestellte Mitarbeiter erzielten in den vergangenen Jahren einen Gesamtumsatz von etwa 70 Millionen Euro mit Provisions-, Beratungs- und Lizenzeinahmen. Mehr als 800 Makler sind unter dem Dach der Marke inzwischen tätig. Die Firmengründer wurden im Zuge der Transaktion an dem Unternehmen rückbeteiligt. Die HSH Nordbank stellte die Finanzierung bereit.

Die DBAG, die geschlossene Private-Equity-Fonds auflegt, investiert in der Regel selbst mit einer kleineren Tranche als ihre Fonds. Hier stieg sie mit ihrem Expansion Capital Fund (ECF) ein, der sich inzwischen auf kleinere Mittelständler fokussiert. In diesem Frühjahr beteiligte sich der Fonds auch an Vitronet, die sich um den Ausbau von Breitbandnetzen im Telekommunikationssektor kümmert.

Der ungleich größere DBAG Fund VII, der ein Investitionsvolumen von einer Milliarde Euro hat, beteiligte sich hingegen jüngst an dem Unternehmen Karl Eugen Fischer, einem Maschinenbauer für die Reifenindustrie, der in Deutschland und der USA zusammen gut 500 Mitarbeiter zählt.

Berater DBAG
Latham & Watkins (München): Dr. Rainer Traugott (Federführung), Dr. Nils Röver (Hamburg; beide Corporate//Private Equity), Alexandra Hagelüken (Bank- und Finanzrecht; Frankfurt), Dr. Thomas Fox (Steuern), Sibylle Münch, Cora Grannemann (beide Bank- und Finanzrecht; beide Frankfurt), Dr. Christian Engelhardt (IP/IT), Panu Siemer (Immobilienrecht; beide Hamburg); Associates: Dr. Michael Schweppe, Georg Piroth, Jeremias Bura, Thomas Diekmann, Dr. Jan Feigen (Hamburg; alle Corporate/Private Equity), Rafal Szala (Bank- und Finanzrecht; Frankfurt), Dr. Christine Watzinger (Steuerrecht), Annika Juds (Arbeitsrecht)
Gleiss Lutz (Frankfurt): Dr. Eike Bicker (Federführung), Dr. Dirk Scherp, Marina Stoklasa (beide Compliance), Dr. Moritz Holm-Hadulla, Dr. Dominik Braun (beide Kartellrecht; beide Stuttgart)

Reed Smith (München): Tilman Siebert (Kartellrecht)
Inhouse Recht (Frankfurt): Florian Döring (Leiter Recht und Steuern)
Inhouse Steuern (Steuern): Maria Rostock (Steuern)

Berater Von Poll Immobilien
Willkie Farr & Gallagher (Frankfurt): Dr. Axel Wahl (Federführung), Mario Schmidt (beide Corporate), Dr. Patrick Meiisel, Dr. Bettina Bokeloh (beide Steuern), Dr. Christian Rolf (Arbeitsrecht); Associates: Lukas Nein, Erik Göretzlehner, Matthias Strecker (alle Corporate), Tim Bulian (Arbeitsrecht)

Berater HSH Nordbank
Ashurst (München): Dr. Bernd Egbers (Federführung; Finanzrecht), Holger Ebersberger (Corporate), Christiane Bestgen; Associates: Isabell Pöller, Ena Selimbegovic (alle Finanzrecht), Nicole Kaps  (Corporate)

Hintergrund: Die Transaktion bei Von Poll Immobilien flankierte Latham-Partner Traugott, der die börsennotierte Beteiligungsgesellschaft schon seit 2003 berät und diese Mandatsbeziehung auch nachhaltig auf seine neue Kanzlei Latham überführen konnte. Für die finanzierungsrechtlichen Fragen zeichneten Partnerin Hagelüken und Counsel Münch zusammen verantwortlich. In der Compliance Due Diligence setzt die DBAG schon seit 2015 regelmäßig auf Gleiss Lutz-Partner Bicker und sein Team. Die Fusionskontrollen hingegen betreut umfänglich Reed Smith-Partner Siebert.

Als die DBAG bei Vitronet an Bord ging, stand ihr eine Team von Bird & Bird-Anwälten zur Seite, das von Dr. Peter Leube angeführt wurde.

Für die Karl Eugen Fischer-Transaktion hatte die DBAG Milbank unter Federführung von Partner Dr. Michael Bernhardt mandatiert. Equistone wurde bei Veräußerung der Karl Eugen Fischer-Gruppe hingegen von Ashurst unterstützt, die Federführung hatte der Frankfurter Corporate-Partner Dr. Benedikt von Schorlemer übernommen. Die Kanzlei hatte 2013 schon den Ankauf mit ausgehandelt. Hier stand sie nun aufseiten der HSH-Bank, die die Finanzierung gewährte.

Die bisherigen Gesellschafter der Von Poll Immobilien kamen aufgrund einer Empfehlung aus dem Markt auf das Transaktionsteam von Willkie zu. (Sonja Behrens)

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