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25.08.2018

Bücher am Schlossplatz: CMS begleitet Wittwer beim Verkauf an Thalia

Der Sortimentsbuchhändler Thalia hat die Stuttgarter Traditionsbuchhandlung Wittwer gekauft, eine der größten unabhängigen Buchhandlungen in Baden-Württemberg. Verkäuferin war die Unternehmerfamilie Wittwer.

Regine Hagen-Eck

Regine Hagen-Eck

Das rund 150 Jahre alte Familienunternehmen Wittwer hatte zuletzt neben dem Stammhaus am Schlossplatz noch Filialen in den Breuninger-Kaufhäusern von Ludwigsburg und Sindelfingen betrieben. Zwei Uni-Standorte waren im Juni geschlossen worden. Die Läden werden nun unter dem Namen Wittwer-Thalia fortgeführt.

Thalia zählt inzwischen rund 300 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 2016 hatte sich die Freiburger Verlegerfamilie Herder mehrheitlich an dem Unternehmen beteiligt, als der Private-Equity-Investor Advent International seine Anteile verkaufte.

Berater Thalia
Inhouse Recht (Münster): Dr. Astrid Wagner − aus dem Markt bekannt
Hogan Lovells (Düsseldorf): Dr. Martin Sura (Kartellrecht) − aus dem Markt bekannt

Berater Familie Wittwer
CMS Hasche Sigle (Stuttgart): Dr. Regine Hagen-Eck (Federführung; Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Antje-Kathrin Uhl (Arbeitsrecht), Dr. Stefan Voß (Immobilienrecht), Dr. Harald Kahlenberg (Kartellrecht); Associates: Dr. Elena Mackh (Gesellschaftsrecht/M&A), Stefan Handermann (Arbeitsrecht), Lukas Potstada (Immobilienrecht), Angelika Wieczorkowski (Kartellrecht)
Ebner Stolz Mönning Bachem (Stuttgart): Prof. Dr. Holger Jenzen (Steuern) − aus dem Markt bekannt

Hintergrund: CMS-Partnerin Hagen-Eck berät die Familie Wittwer bereits seit 20 Jahren regelmäßig. Sie unterstützte sie 2008 auch beim Verkauf von 22 Bahnhofsbuchhandlungen an das Schweizer Handelsunternehmen Valora.

Steuerliche Aspekte der Transaktion klärte für die verkaufenden Brüder Wittwer deren langjähriger Berater Jenzen von Ebner Stolz.

Die Verlegerfamilie Herder wird seit Jahrzehnten von Friedrich Graf von Westphalen gesellschaftsrechtlich beraten. Doch als sie 2016 bei Thalia einstieg, setzte sie vor allem auf die Coprorate-Kanzlei Lupp + Partner. Den aktuellen Zukauf regelte Thalia soweit bekannt mit ihrer Rechtsabteilung. Lediglich für die Anmeldung der Fusionskontrolle zog sie externe Hilfe hinzu.

Notariell beurkundet wurde der Deal dem Vernehmen nach von Markus Esper von Esper Ihrig & Partner. Esper war, wie der zweite Namenspartner Steffen Ihrig, früher bei der Stuttgarter Partnerschaft KHWP Koch-Heintzeler Widmann & Partner tätig, die 2001 auseinanderging. (Sonja Behrens)

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