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06.09.2018

Rekommunalisierung: Klinikverbund Diepholz geht mit Luther wieder in Kreishand

Der Klinikverbund Diepholz wird rekommunalisiert. Darauf haben sich die Alexianer aus Münster und der niedersächsische Landkreis Diepholz verständigt. Im Zuge dessen hat der Landkreis die 52-prozentige Beteiligung der Alexianer rückwirkend zum Jahresbeginn 2018 erworben.

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Oliver Kairies

Der Klinikverbund betreibt die Krankenhäuser in den Städten Bassum, Diepholz und Sulingen und verwaltet die dazugehörigen Gebäude. Auch das von den Alexianern bei der Fusion 2007 eingebrachte Krankenhaus in Twistringen, südwestlich von Bremen, gehört zu dem Verbund. Zudem sollen im Zuge der Anteilsübernahme die Senioreneinrichtung St. Joseph in die Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Anna in Twistringen zurückkehren.

Bis zum Jahresende sollen Angaben des Klinikverbundes zufolge in Bassum, Sulingen und Diepholz rund 20.000 Patienten stationär behandelt worden sein. Der Jahresumsatz der drei Kliniken beträgt 93 Millionen Euro. 1.450 Mitarbeiter wirken in den drei Krankenhäusern, was rund 900 Vollzeitstellen entspricht.

Berater Landkreis Diepholz
Luther (Hannover): Dr. Oliver Kairies (Federführung), Dr. Thomas Halberkamp (beide Gesellschaftsrecht/Krankenhausrecht), Sebastian Fedder (Arbeitsrecht; Hamburg), Jens Röhrbein (Steuerrecht), Dr. Hendrik Sehy (Gesellschaftsrecht/Krankenhausrecht); Associate: Dr. Zacharias-Alexis Schneider (Steuerrecht)

Thomas Menke

Thomas Menke

Berater Alexianer Münster
Gleiss Lutz (Düsseldorf): Dr. Thomas Menke (M&A)
Inhouse Recht (Münster): Gilbert Aldejohann (Leiter Recht)

Hintergrund: Mit Luther und Gleiss Lutz waren in diese Transaktion zwei der im Bereich Krankenhaustransaktionen besonders renommierten Kanzleien involviert.

Das Team um Luther-Partner Kairies bringt sich nicht zuletzt aufgrund seiner guten Kontakte zur öffentlichen Hand mit immer wieder auch bei Rekommunalisierungen von Kliniken erfolgreich ins Gespräch − so auch bei bei dem Mandat des Landkreises Diepholz, für den die Kanzlei erstmals tätig war. Zuletzt beriet das Team etwa auch den Spitalfonds Waldshut, der seine Mehrheitsbeteiligung an der Spitäler Hochrhein GmbH vollständig an den Landkreis Waldshut übertragen hat.

Auch Gleiss Lutz war zum ersten Mal für ihre Mandantin tätig und kam aufgrund einer Empfehlung ins Mandat. (Geertje de Sousa)

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