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25.10.2018

Bankensoftware gerettet: Dion Global geht mit SZA an Valantic

Das Softwarehaus Dion Global Solutions ist aus der Insolvenz an den Konkurrenten Valantic verkauft worden. Dion ist auf Bankensoftware spezialisiert und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter in Frankfurt am Main, Madrid und Luxemburg. Der Umsatz lag in den vergangenen Jahren bei rund 10 Millionen Euro.

[XXXFoto Marc-Philippe Hornung – siehe Fotos@juve.de] Der Verkauf gelang schon kurze Zeit nach dem Beginn des Insolvenzverfahrens, das in Eigenverwaltung ablief und von zwei Partnern der Kanzlei SZA Schilling Zutt & Anschütz in operativer Funktion gesteuert wurde. Der Antrag beim Insolvenzgericht Frankfurt am Main wurde im Juni gestellt. Danach dauerte es nur gut einen Monat, bis der Kaufvertrag unterzeichnet werden konnte. Der Käufer gliedert das Unternehmen unter dem eigenen Namen in die Valantic-Gruppe ein.

Berater Valantic
AHB Arends Hofert Bergemann (Hamburg): Dr. Benjamin Waitz; Associate: Dr. Johannes Knop (beide M&A) (aus dem Markt bekannt)

Berater Dion Global
SZA Schilling Zutt & Anschütz (Mannheim): Thomas Oberle, Marc-Philippe Hornung (beide eigenverwaltende Geschäftsführer; beide Federführung), Dr. Max Hirschberger (Restrukturierung/Gesellschaftsrecht; Frankfurt), Dr. Steffen Henn (IP/IT), Dr. Andre Reinhard (Arbeitsrecht), Dr. Rolf Schmich (Steuerrecht; Frankfurt); Associates: Dr. Micha Brechtel, Katja Schmitt (Insolvenzrecht, Distressed M&A), Jan-Ulrich Friedrichson (Distressed M&A), Stefanie Zugelder (Restrukturierung/Gesellschaftsrecht; Frankfurt)

Sachwaltung
Prof. Dr. Pannen (Hamburg): Prof. Dr. Klaus Pannen (Sachwalter; Insolvenzrecht)

Hintergrund:  Die M&A-Beratung für den Verkauf von Dion Global übernahm die Beratungseinheit Restrukturierungspartner unter der Leitung des Juristen Dr. Stefan Weniger. ‚Restrukturierungspartner‘ ist die neue Marke der früheren CMS Unternehmensberatung, die sich auf Sanierung und Restrukturierung spezialisiert hat und ab 2011 unter dem Dach der Insolvenzkanzlei hww tätig war. Die Kanzlei hww Hermann Wienberg Wilhelm ist seit März 2018 wieder von der Unternehmensberatung getrennt.

SZA hatte Marc-Philippe Hornung im März zum Partner ernannt. Zusammen mit Oberle kam Hornung Anfang 2015 von der renommierten Insolvenzkanzlei Wellensiek nach Mannheim. Eigenverwaltungsfälle nach Paragraf 270a der Insolvenzordnung sind zentraler Bestandteil ihres Beratungsportfolios im Insolvenzrecht, beide werden aber auch als Insolvenzverwalter bestellt und beraten zu krisennahen Transaktionen.

Der Sachwalter Prof. Dr. Pannen gehört zu den bekannten Namen der deutschen Insolvenzverwalterszene. Aus Hamburg stammend ist er mit seiner Kanzlei auch an anderen deutschen Standorten vertreten, nicht zuletzt in Frankfurt. Dort wickelte er seit 2002 die Gontard & Metallbank ab, damals noch unter der Flagge von White & Case Feddersen. Entsprechend gut vernetzt ist Pannen im Sektor Finanzdienstleistungen, da er auch andere Banken als Verwalter betreute. Pannen verließ White & Case Ende 2007 und gründete eine eigene Sozietät.

Käuferberater Waitz war 2011 von P+P Pöllath + Partners zu der Hamburger Kanzlei AHB gewechselt. AHB, die auch für ihre Beratung im Transaktions- und Unternehmenssteuerrecht bekannt ist, war 2004 als Neugründung ehemaliger Freshfields- und Schindhelm-Anwälte an den Start gegangen. Die Kanzlei zählt sieben Partner und sechs Associates. (Markus Lembeck)

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