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25.01.2019

Frankfurter Büroturm: GEG kauft mit Hengeler das Eurotheum

Kurz vor Jahresende hat der ehemalige Sitz der Europäischen Zentralbank noch den Eigentümer gewechselt. Die GEG German Estate Group kaufte das sogenannte Eurotheum. Verkäufer des Büroturms im Frankfurter Bankenviertel ist der offene Immobilienfonds Hausinvest der Commerz Real, der das Objekt seit 1996 gehalten hatte. Sein Erlös liegt bei rund 250 Millionen Euro.

Daniel Kress

Daniel Kress

Der 110 Meter hohe Turm wurde 1999 fertiggestellt und zählt auf 31 Stockwerken insgesamt rund 23.000 Quadratmeter Mietfläche. Nach dem Auszug der EZB, die das Eurotheum als Ergänzung zum Eurotower genutzt hatte, wurde die Immobilie in den vergangenen drei Jahren modernisiert und auf ein Mehrmieterkonzept umgestellt. Seitdem gehören vor allem Unternehmen der Finanz- und Versicherungsbranche zu den Mietern, darunter die Commerzbank und Visa. Zuletzt zog der Co-Working-Space-Betreiber Mindspace ein.

Die GEG wurde vor vier Jahren von den Investoren KKR und DIC gegründet und hat seitdem ein Portfolio im Wert von mehr als drei Milliarden Euro aufgebaut. Dazu zählen etwa der IBC Campus, das Luxushotel Villa Kennedy und das Japan Center in Frankfurt sowie der Sapporobogen in München.

Berater GEG German Estate Group
Hengeler Mueller (Berlin): Dr. Daniel Kress (Immobilienrecht), Dr. Christian Schmies (Asset Management; Frankfurt), Dr. Jan D. Bonhage (Öffentliches Recht); Associates: Dr. Sebastian Bauer, Fabian Henneberg, Tobias Schilling, Dr. Talbot Zander (Frankfurt; alle Immobilienrecht), Dr. Charlotte Riemann (Öffentliches Recht)
P+P Pöllath+Partners (Berlin): Dr. Hardy Fischer; Associate: Dr. David Hötzel (beide Steuern) – aus dem Markt bekannt

Friedrich Heilmann

Friedrich Heilmann

Berater Commerz Real
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Friedrich Heilmann; Associates: Dr. Tim Behrens, Valentina Glasa, Sebastian Breder (alle Immobilienrecht)

Hintergrund: GEG setzte mit diesem Deal erstmals auf Hengeler Mueller. Die Investorin und Partner Kress hatten sich bei einer vorangegangenen Tansaktion kennengelernt, bei der sie sich allerdings gegenüber standen. Wen die GEG bei ihrer nächsten Transaktion mandatieren wird, lässt sich schwer voraussagen, denn in der Vergangenheit ließ sie sich von vielen verschiedenen Kanzleien beraten: Beim Kauf des Garden Tower im September setzte sie auf Ashurst, beim Erwerb des Kölner Triforum Anfang 2018 auf White & Case und beim Kauf des IBC-Campus in 2016 auf CMS Hasche Sigle.

Pöllath-Partner Fischer kam über Hengeler Mueller ins Mandat. Beide Kanzleien arbeiten bei Transaktionen häufiger zusammen, wobei Hengeler die rechtliche Beratung übernimmt und Pöllath die steuerlichen Aspekte abdeckt. Auch Pöllath wurde zum ersten Mal für GEG tätig.

Die Mandatsbeziehung zwischen der Commerz Real und den Immobilienrechtlern von Freshfields ist ebenfalls neu. Die Kanzlei kam über eine formlose Anfrage ins Mandat. Erst im Herbst vergangenen Jahres stand Freshfields der Commerz Real noch gegenüber, als diese für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest den Frankfurter Omniturm kaufte. Damals ließ sich die Investorin von Taylor Wessing beraten, während Freshfields an der Seite der Verkäuferin, Tishman Speyer, stand. (Christin Stender)

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