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07.01.2019

Neuer Großaktionär: PSP beteiligt sich mit Linklaters am Aufzughersteller Wittur

Der kanadische Pensionsfonds Public Sector Pension Investment Board (PSP) hat eine Minderheitsbeteiligung von 32 Prozent an dem bayrischen Aufzughersteller Wittur übernommen. Verkäufer der Anteile war der Finanzinvestor Bain Capital, der Mehrheitseigentümer bleibt.

Christopher Kellett

Christopher Kellett

PSP will eng mit Bain Capital zusammenarbeiten und so die internationale Expansion des Aufzugherstellers weiter vorantreiben. Bain Capital hatte Wittur 2014 vom Finanzinvestor Triton übernommen. Medienberichten zufolge soll Bain Capital damals rund 600 Millionen Euro gezahlt haben. Wittur wurde 1968 gegründet und unterhält mit seinen 4.600 Mitarbeitern weltweit über 16 Werke. Der Umsatz betrug 2017 rund 777 Millionen Euro.

Knapp ein Jahr nach der Übernahme von Wittur kaufte Bain zudem den italienischen Aufzughersteller Sematic. Medieninformationen zufolge kamen dadurch zwei weitere Minderheitseigentümer bei Wittur an Bord: Carlyle, der damalige Private-Equity-Investor hinter Sematic, sowie die Gründerfamilie Zappa. 

Berater PSP
Linklaters (Frankfurt): Christopher Kellett, Dr. Sebastian Daub (beide Federführung; Private Equity/M&A), Lynne Walkington (Steuern; London); Associates: Mykyta Selivanov, Dr. Katharina Engels, Philipp Oehlerking, Dr. Albrecht Schaefer (alle Private Equity/M&A), Christopher Illig, Martin Bär (beide Konfliktlösung), Caroline Roggenbuck (Arbeitsrecht), Dr. Robert Mai (Corporate/M&A), Dr. Annegret Eding (Corporate; Berlin)
Ernst & Young (Hamburg): Stephan Seiffert, Beatrice Hüsken (Steuern), Michael Scholz, Kai Hasenbusch (Financial; Eschborn)

Daniel Möritz

Daniel Möritz

Berater Bain Capital
Hengeler Mueller (München): Dr. Daniel Möritz, Prof. Dr. Hans-Jörg Ziegenhain (beide Federführung; Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Markus Röhrig (Kartellrecht; Brüssel), Hendrik Bockenheimer (Arbeitsrecht; Frankfurt), Prof. Dr. Dirk Uwer (Öffentliches Wirtschaftsrecht; Düsseldorf), Dr. Markus Ernst (Steuern); Associates: Dr. Johannes Baumann, Dr. Jakub Lorys, Dr. Aris Miro Marinello, Dr. Florian Dendl (alle Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Anja Balitzki (Kartellrecht), Dr. Matthias Rothkopf (Gewerblicher Rechtsschutz/IT; beide Düsseldorf), Eckbert Müller (Arbeitsrecht; Frankfurt), Anna Eickmeier, Dr. Norman Koschmieder (beide Öffentliches Wirtschaftsrecht; Düsseldorf)
PricewaterhouseCoopers (München): Christian Tempich (Steuern) – aus dem Markt bekannt

Berater Wittur-Management
P+P Pöllath + Partners (München): Dr. Benedikt Hohaus, Dr. Roman Stenzel (beide M&A/Private Equity)

Hintergrund: Bereits vor vier Jahren hatten sich Hengeler und Linklaters bei einem Wittur-Deal gegenübergestanden: Als Triton 2014 seine Wittur-Anteile an Bain Capital verkaufte, beriet Linklaters Triton. Hengeler war schon damals für Bain dabei. Den Kontakt hatte Hengeler-Partner Ziegenhain 2006 mitgebracht, als er von Freshfields Bruckhaus Deringer wechselte. Noch im gleichen Jahr beriet Ziegenhain den Investor bei der gescheiterten Übernahme von Continental und auch 2008 im Bieterverfahren um eine Minderheitsbeteiligung am Evonik-Konzern.

Auch die Zusammenarbeit zwischen PSP und Linklaters ist bereits erprobt. Die Kanzlei berät den kanadischen Pensionsfonds seit mehreren Jahren – sowohl in Deutschland, als auch in ihren internationalen Büros. Auch bei ihrem Investment in den Keramikhersteller Ceramtec 2017 setzte PSP auf Linklaters. (Helena Hauser)

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