Artikel drucken
11.02.2019

Kapital für US-Zukauf: MDax-Konzern Symrise vertraut wieder auf Clifford

Der Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise aus Holzminden hat sich rund 400 Millionen Euro Eigenkapital besorgt. Mit dem Nettoerlös aus der Kapitalerhöhung will der Konzern die Übernahme des US-Unternehmens ADF/IDF refinanzieren. Symrise will 900 Millionen Dollar (rund 800 Millionen Euro) für die Neuerwerbung zahlen. Die Großbanken BNP Paribas und UniCredit stellten zunächst die Brückenfinanzierung und flankierten nun auch die Kapitalerhöhung bei Symrise.

Christof-Ulrich Goldschmidt

Christof-Ulrich Goldschmidt

Im Zuge der Kapitalerhöhung seien rund 5,6 Millionen Aktien zu 71,25 Euro ausgegeben worden, teilte der MDax-Konzern am Freitag in Holzminden mit. Die Aktien aus genehmigtem Kapital wurden über ein beschleunigtes Auktionsverfahren bei institutionellen Investoren platziert.

ADF/IDF (American Dehydrated Foods/International Dehydrated Foods) erzielte mit seinen Nahrungszusätzen im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 220 Millionen Dollar (rund 200 Millionen Euro).

Symrise erwarb ADF/IDF im Zuge eines Auktionsverfahrens und im Rahmen eines Share Deals nach US-Recht. Die Niedersachsen haben sich mittelfristig ambitionierte Wachstums- und Profitabilitätsziele gesetzt: So soll der Umsatz des MDax-Konzerns bis 2025 auf 5,5 bis 6 Milliarden Euro in etwa verdoppelt werden.

Für die Kapitalerhöhung

Berater Symrise
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. Christof-Ulrich Goldschmidt (Federführung), Dr. Christian Vogel (beide Corporate/M&A), George Hacket (Bank- und Finanzrecht); Associates: Marie-Luisa Köhler (Corporate/M&A), David Santoro Andrei Manea (beide Bankrecht/Finanzierung)
Inhouse Recht (Holzminden): Markus Sattler (Group Legal Affairs) − aus dem Markt bekannt

Thilo Diehl

Thilo Diehl

Berater Banken
White & Case (Frankfurt): Thilo Diehl (Federführung), Rebecca Emory, Karsten Wöckener, Cristina Freudenberger (alle Kapitalmarktrecht), Dr. Alexander Kiefner (Corporate); Associate: Robert Nachama (Kapitalmarktrecht)
Inhouse Recht (BNP Paribas; Frankfurt): Charles Eypper − aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (UniCredit; München): Mark Oesterwinter − aus dem Markt bekannt

Für den US-Zukauf

Berater Symrise
Clifford Chance: Dr. Christof-Ulrich Goldschmidt (Frankfurt), Benjamin Sibbett (New York; beide Federführung), Dr. Christian Vogel (alle Corporate/M&A), Dr. Bettina Steinhauer, Dr. George Hacket (alle Frankfurt), Daniel Winick (New York; alle Bank- und Finanzrecht), Dr. Stefan Behrens, Philip Wagman (New York; beide Steuerrecht), Marc Besen (Düsseldorf), Tim Corne (beide Kartellrecht), Howard Adler (Arbeitsrecht), Nicholas William (Versicherungsrecht), Victoria Manthas (Immobilienrecht), Daryl Fairbairn (IP; alle New York); Associates: Marie Luisa Köhler (Frankfurt), Stephanie Kilmer, Jake Makar, Sarah Holm, Nick Warman (alle New York; alle Corporate/M&A), John McManmon (New York), Adéla Hardmeyer, Christoph Nensa, David Santoro, Andrei Dan Manea (alle Bank- und Kapitalmarktrecht; alle Frankfurt), Caroline Scholke (Düsseldorf), Brian Concklin, Abigail Cessna (alle Kartellrecht), Sean Smestad (Steuern), Atul Jain (Arbeitsrecht), Elie Margulies (Immobilienrecht), Jennifer Saionz (IP), Benjamin Lee (Versicherungen; alle New York)
Deloitte: Frank Oliveti (New York/USA), Thomas Fischer (Neuilly sur Seine/Frankreich; beide Steuern)
Inhouse Recht (Holzminden): Markus Sattler (Group Legal Affairs), Jens Obermueller (General Counsel USA; New Jersey) – aus dem Markt bekannt

Berater ADF/IDF-Gesellschafter
Winston & Strawn (Dallas/USA): Christina Tate; Associate: Melissa Kalka (beide M&A) − aus dem Markt bekannt

Berater Banken
White & Case (Hamburg): Matthias Bochum (Federführung), Florian Degenhardt; Associate Max Sergelius (alle Bank- und Finanzrecht)
Inhouse Recht (BNP Paribas; Frankfurt): Charles Eypper − aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (UniCredit; München): Mark Oesterwinter − aus dem Markt bekannt

Matthias Bochum

Matthias Bochum

Hintergrund: Bei Clifford hat sich die Transaktionsberatung für Symrise von der Münchner Partnerin Barbara Mayer-Trautmann ins Frankfurter Büro verlagert. 2014 war beispielsweise Sebastian Maerker gefragt, als Symrise eine Kapitalerhöhung vornahm, sowie eine Anleihe im Volumen von 500 Millionen Euro emittierte. Im gleichen Jahr kam auch Partner Goldschmidt zum Zug, als Symrise für 1,3 Milliarden Euro den französischen Wettbewerber Diana erwarb. Goldschmidt war nun auch mandatiert für den Großkauf in den USA sowie für die dafür notwendige Kapitalerhöhung.

Schon 2005 setzte Symrise auf Clifford, als es sich eine Kreditlinie über 1,1 Milliarden Euro besorgte. Die Banken vertrauten auch damals auf White & Case. Ein Team um Partner Karsten Wöckener beriet außerdem 2017, als Symrise seine Debut-Wandelanleihe in Höhe von 400 Millionen Euro platzierte.

Beim ADF/IDF-Zukauf ging das Bankenmandat für die kreditbasierte Akqusitionsfinanzierung an den Hamburger Local Partner Bochum, der in der von Degenhardt geführten Projektfinanzierungspraxis von White & Case tätig ist. Bei der Kapitalerhöhung ließen sich die Banken von einem Frankfurter Team beraten, das von Local Partner Diehl geführt wurde, der 2017 von Freshfields Bruckhaus Deringer zur US-Kanzlei wechselte. (Sonja Behrens, mit Material von dpa)

 
  • Teilen